Der Sueskanal ist einer der wichtigsten Seewege der Welt. Er verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer. Er wurde gebaut, um den Schiffen, die zwischen Europa und Indien bzw. Asien verkehren, den Weg um Afrika zu ersparen. Seine Länge beträgt 162,25 km. Da er durch flaches Land führt, braucht er keine Schleusen wie zum Beispiel der Panama Kanal in Mittelamerika. Der Sues Kanal bildet die Grenze zwischen Afrika und Asien.
Die Vorzüge eines Wasserweges, der Mittelmeer und Rotes Meer verbindet, erkannten schon die Völker im Altertum. Im 13. Jahrhundert v. Christus bauten die Pharaonen von Ägypten den ersten Kanal vom Nildelta zum Golf von Suez. Es war damals ein gigantisches Projekt, das Unmengen an Goldvorräten verschlang. Tausende von Sklaven und Arbeitern waren daran beschäftigt. Der Kanal wurde mehrmals erneuert, doch im 8. Jahrhundert versandete er. Napoleon hatte im 18. Jahrhundert einen Kanal zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean geplant. Doch daraus wurde nichts. Erst fünf Jahrzehnte später war die Zeit reif für das ehrgeizige Vorhaben. 1854 wurden neue Pläne entwickelt. Baubeginn war 1859. Zehn Jahre später, am 17. 11. 1869, wurde der Kanal feierlich eröffnet.