Die Schulpflicht in Äthiopien beträgt 8 Jahre. Doch von 100 Kindern gehen nur 45 zum Unterricht. Die 55 anderen Kinder müssen Geld verdienen, damit die Familie überleben kann. Sie arbeiten auf den Feldern, holen Wasser, suchen Feuerholz oder passen auf die jüngeren Geschwister auf. Denn die Eltern müssen arbeiten. Die meisten dieser Kinder lernen niemals lesen oder schreiben. Viele Kinder müssen ihre Eltern lange bitten, bevor sie in die Schule dürfen. Oft glauben die Eltern, dass Mädchen keine Bildung brauchen, denn sie werden bald Hausfrauen und Mütter sein.
Der Unterricht in den Schulen beginnt eine halbe Stunde später als bei uns, um 8 Uhr dreißig. Die Fächer sind ganz ähnlich. Mathematik, Sprachen, Chemie und Geographie stehen auf dem Stundenplan. In Sachkunde lernen Kinder, wie man Gemüse anbaut oder wie Kühe mehr Milch geben. Wenn sie darüber zu Hause berichten, lernen manchmal auch die Eltern dazu.
Das schlimmste in den Schulen: fehlende Latrinen oder schmutzige Toiletten.
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