In der Sahara findest du riesige Wanderdünen, bizarre Felslandschaften, Geröllwüsten und hohe Gebirge. Nur Nomadenvölker wie die Tuareg können sich in der Wüste orientieren. Sie wissen genau, wo sich Oasen und Quellen befinden. Tiefe Felsschluchten mit Seen dienen den Kamelherden als Tränke. Die Guelta von Archi im Tschad - rechts im Bild - ist ein Paradies für Kamele. Die Kamelführer müssen achtsam sein, denn in manchen Wüstenseen lauern Krokodile auf fette Beute.
Die Oasenstadt Douz im Süden von Tunesien bezeichnet man als Tor zur Sahara. Hier, am Rand des Grand Erg, beginnt die große Sandwüste. Von hier aus nehmen Kamelkarawanen ihren Ausgang. In Douz findet jährlich das International Festival of the Sahara statt mit Reiterwettbewerben, Musik und großen Märkten.
Das Akakus Gebirge in Lybien ist eine Welt wie aus den Urzeiten der Erde. Felsbögen, steinerne Pilze und Täler aus goldgelbem Sand bieten ein abwechslungsreiches Naturschauspiel. Das Tibesti Gebirge im Tschad zählt zu den rauesten Gegenden unseres Planeten. Es besteht aus einer Kette von Vulkankratern, von denen einer noch aktiv ist. In den Bergen leben die Toubou, die zu den ältesten Völkern Afrikas gehören.


Das Hoggar Gebirge in Algerien ist durch vulkanische Aktivität entstanden. Vulkanausbrüche liessen eine Landschaft aus Türmen und Zinnen entstehen.
Die Weiße Wüste ist tatsächlich weiß, denn sie besteht hauptsächlich aus Kalkstein. Sie liegt im ägyptischen Teil der Libyschen Wüste zwischen den beiden Oasen Farafra und Bahariyya. Diese Oasen waren schon um 8000 v. Christus bewohnt. In pharaonischer Zeit dienten sie als militärische Vorposten gegen libysche Stämme. Zeitweise wurden sie auch als Straflager genutzt. Die Weiße Wüste ist bekannt wegen ihrer außergewöhnlichen Kalksteinformationen, manche erinnern an Pilze, Bäume, Sphingen oder Menschenköpfe. Woher stammen diese Skulpturen aus Kalkstein? Sie sind am Ende der Kreidezeit entstanden und bestehen aus Plankton, das im Lauf von Jahrtausenden kalzifiziert wurde. Vor 80 Millionen Jahren bedeckte nämlich das heutige Mittelmeer noch die Wüste.

Heute ist die Weiße Wüste ein Nationalpark und wird geschützt von Parkrangern. Man muss sogar Eintritt bezahlen, wenn man diese urzeitliche Landschaft erkunden will. Man findet darin Muscheln, Schnecken, Korallen, Tierknochen und versteinerte Zweige. Kaum vorstellbar, dass hier auch Tiere leben. Doch drei Quellen versorgen Wüstenfüchse, Gazellen und Wüstenspringmäuse mit Wasser. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen Felsformationen wie das Doppeltor, eine 2000 Jahre alte Akazie, der Kristallberg sowie die Höhle von Djara.


Im Norden der Tenéré Wüste liegt das Air Gebirge. Hier stößt man auf ein riesiges Naturreservat mit Gräsern und Bäumen, wilden Oliven, Hirse und Sorghum. Das Air Tenéré Naturschutzreservat ist das größte von ganz Afrika. Seltene Gazellen, Mähenspringer, Schakale, Paviane, Leoparden und Strauße haben sich in die zerklüftete Felsenwelt zurückgezogen. Mehr über Tiere in der Sahara