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Die Geschichte von Liberia

Frauenprotest in Liberia (c) Eine Welt Medien1989 brach ein Bürgerkrieg in Liberia aus. Die einheimische Bevölkerung war voller Hass auf die ehemaligen Sklaven, die über sie herrschten. Der Krieg wurde erbarmungslos geführt, am meisten litt die einfache Bevölkerung darunter. Mehr als ein Drittel der Liberianer war auf der Flucht. 1997 ergriff der grausame Kriegstreiber Charles Taylor die Macht in Liberia. Er war ein Nachfahre von wieder angesiedelten ehemaligen afroamerikanischen Sklaven. Er wurde in Liberia geboren und ging in die USA, um Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Zurückgekehrt nach Liberia kämpfte er in dem Bürgerkrieg an vorderster Front. Während seiner Regierungszeit kam es zu Korruption, Menschenrechtsverletzung und Einschränkung der Pressefreiheit. Die Verstöße gegen die Menschenrechte nahmen immer mehr zu. Unzufriedene schlossen sich zu Rebellentruppen zusammen und kämpften gegen die Regierungstruppen des Präsidenten.

Die Frauen Liberias verbünden sich gegen die Kriegstreiber

In dem 14 Jahre währenden Bürgerkrieg verarmte das Land. Die Wirtschaft brach ein, Schulen wurden geschlossen, Krankenhäuser zerstört. Jugendliche wurden von Rebellen verschleppt und als Soldaten ausgebildet. Viele verloren ihr Leben. Die meisten Frauen wollten nicht mehr tatenlos zusehen,  wie ihre Männer und Kinder in dem grausamen Gemetzel umkamen. Etwas Außergewöhnliches geschah! Frauen aus allen Völkern, Schichten und Religionsgemeinschaften schlossen sich zusammen und legten die Regierung lahm. Mit viel Phantasie und gehöriger Überzeugungskraft zwangen sie die kriegerischen Parteien an den Verhandlungstisch. Die Bürgerkriegsparteien handelten 2003 einen Waffenstillstand aus, Präsident Taylor musste das Land verlassen. 2005 fanden die ersten freien Wahlen statt. Die Politikerin Ellen Johnson-Sirleaf wurde als erste frei gewählte Präsidentin Afrikas Staatsoberhaupt. 2011 erhielt sie gemeinsam mit ihrer einstigen Mitstreiterin, der Liberianerin Leymah Gbowee und der libanesischen Journalistin Tawakkul Karman den Friedensnobelspreis. Den beiden Liberianerinnen war es mithilfe der Frauen in ihrem Land gelungen, in dem zerstrittenen Land Frieden zu stiften. 

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