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Die Geschichte von Simbabwe

Das Reich der Shona

Karte vom südlichen Afrika von Wllem Janszoon Blaeu 1571-1638 (c) libweb5.princeton.eduIn den Jahrhunderten nach Christi Geburt wanderten Bantu-Völker in das heutige Simbabwe ein. Sie verdrängten die Khoisan und Buschmenschen. Unter den Einwanderern befanden sich die Vorfahren der Shona. Diese schufen eine beeindruckende Zivilisation. An der Ruinenstätte Groß Simbabwe kann man sehen, wie weit entwickelt die Architektur der Shona war. In seiner Blütezeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert war Groß Simbabwe Zentrum des Reiches Monomotapa. Die Shona hatten Zugang zu den Häfen an der ostafrikanischen Küste. Sie bezogen Waren aus China und Europa. Als Portugal die Häfen an der Ostküste eroberte, brach der Handel des Monomotapa Reiches zusammen. Groß Simbabwe war damals bereits in mehrere Teilreiche zerfallen und zu schwach, um sich die verlorenen Häfen zurück zu erobern. Später wanderten die Ndebele aus Spdafrika ein. Sie unterwarfen 1837 die Shona-Völker und bildeten das Reich der Matabele. Groß Simbabwe verfiel und geriet in Vergessenheit. Die Karte rechts im Bild zeigt das südliche Afrika im 16. Jahrhundert. Groß Zimbabwe war als Simbaoe zwischen Sambesi und Limpopo eingezeichnet. Die Schiffe deuten die Vorherrschaft der Portugiesen über den Seeweg nach Indien an.

Die Kolonialzeit

Cecil Rhodes (c) wikimedia commonsSeit den Anfängen des 17. Jahrhunderts hielten die Portugiesen im östlichen und südöstlichen Afrika die Vormachtsstellung. Sie eroberten die Hafenstädte und bauten Festungen an der Küste, denn sie wollten den Welthandel beherrschen. Sie hatten wenig Interesse am Hinterland. Ganz im Gegensatz zu den Briten. Die Briten wollten die Herrschaft über die Kolonien, sie wollten die besetzten Länder ausbeuten. Einer der berüchtigsten Landjäger war der Brite Cecil Rhodes, Journalist, Abenteurer und Geschäftsmann. Er erkannte, dass das Landesinnere nicht nur reich an fruchtbaren Böden war sondern auch an wertvollen Bodenschätzen.  Ab 1893 eignete er sich das Ndebeleland an. Die einheimischen Völker wehrten sich gegen diesen unerhörten Landraub. In den folgenden Jahren kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Briten und den ansässigen Shona und Ndebele. Die Briten waren mit weit moderneren Waffen ausgestattet als die afrikanischen Völker. Sie unterwarfen die Ndebele und Shona und nannten das eroberte Gebiet nach Cecil Rhodes Rhodesien. Südrhodesien wurde zu einer englischen Siedlungskolonie. Mehr und mehr Briten wanderten ein. Sie teilten das Land in Regionen für sich, die weiße Bevölkerung, und die einheimische, schwarze Bevölkerung ein. Rücksichtslos begannen sie, die Schätze des Landes auszubeuten.

Die Unabhängigkeit

Die erste Regierung von Rhodesien 1923 (c) Georgio2In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts befand sich Simbabwe wie viele afrikanische Staaten in einem Umbruch. Die schwarzen Völker wollten nicht mehr von weißen Minderheitsregierungen kontrolliert und ausgebeutet werden wie z.B. in Südrhodesien. Rechts im Bild siehst du die erste Regierung von Südrhodesien im Jahr 1923, wie Simbabwe damals genannt wurde.  Kein schwarzer Vertreter befand sich unter der damaligen Regierungsmannschaft. Die weiße Regierung forderte die Unabhängigkeit von der britischen Krone. 1965 erklärten sie Simbabwe für unabhängig. Großbritannien stimmte dieser Erklärung zwar nicht zu, wehrte sich aber auch nicht dagegen. Zur gleichen Zeit rebellierte die schwarze Bevölkerung gegen die Herrschaft der weißen Minderheit. Sie gründeten eigene Volksparteien und kämpften darum, an den politischen Entscheidungen im Land beteiligt zu werden. Es folgte ein jahrelanger Guerillakrieg. Die einst blühende Wirtschaft erlahmte. Der beharrliche Kampf der Afrikaner um politische Teilhabe wurde belohnt. Im März 1978 wurde eine Übergangsregierung geschaffen, freie Parlamentswahlen fanden statt. Südrhodesien hieß von nun an Simbabwe-Rhodesien. Die Übergangsregierung konnte die hohen Erwartungen der Bürger allerdings nicht erfüllen. Die Regierung löste sich auf und machte den Weg frei für Neuwahlen. Ein ehemaliger Lehrer namens Robert Mugabe gewann immer mehr Zulauf. Er kämpfte dafür,  dass das Land den einheimischen Völkern zurückgegeben wird.

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