Elefanten, Nashörner und andere große Säugetiere sind in Uganda selten geworden. Das früher weit verbreitete Spitzmaulnashorn und das Breitmaulnashorn wurden von Jägern vollständig ausgerottet. Die wunderschön gezeichneten Rothschildgiraffen gibt es kaum mehr. In Freiheit leben noch einige hundert Exemplare von dem höchsten Säugetier der Welt. In dem Nachbarland Kenia wurde ein Waisenhaus für diese Giraffenart gegründet, in dem auch Tiere nachgezüchtet werden. Auch Elefanten, Löwen und Leoparden wurden durch den blinden Jagdeifer von Tropäenjägern stark vermindert. Nur Kaffernbüffel und Flusspferde konnten sich wieder erholen. Verbreitet sind Antilopen. Tatsächlich besitzt Uganda davon eine erstaunliche Vielfalt, wir finden hier die Antilopen der Savanne wie die Elenantilope oder den Buschbock, und Antilopen der Regenwälder wie alle Duckerarten.
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Auch Schweine gibt es zuhauf, neben dem Warzenschwein trifft man auf das Pinselohrschwein und das Riesenwaldschwein. Die Schweine treten in Verbänden auf und bilden entschlossene Kampfgemeinschaften, wenn ihnen Fressfeinde wie Löwen, Leoparden oder Hyänen in die Quere kommen.
Uganda ist das Land der Primaten. Alle großen Menschenaffen leben hier. Man könnte meinen, dass Ruanda allein deshalb die eigentliche Wiege der Menschheit ist. Denn die Primaten sind die Vorfahren unserer Urahnen.


Eindrucksvoll sind die Berggorillas. Weltweit gibt es nur noch etwa 700 der sanften Riesen. Alle leben im Dreiländereck Uganda, Ruanda und Kongo. Die Hälfte von ihnen durchstreift die Berge des „Bwindi Impenetrable Nationalpark“, des „undurchdringlichen“ Urwaldes am Rand des Zentralafrikanischen Grabenbruches. Neben einer Vielzahl anderer Primaten beherbergt Uganda mehrere größere Schimpansenverbände.
Uganda ist von sehr viel Wasser bedeckt, und wo Wasser ist, leben viele Insekten und Amphibien. Sie sind Anziehungspunkt für Vögel aus allen Ländern der Welt. Über 1000 Vogelarten hat man in Uganda gezählt. Alljährlich kommen zahlreiche Zugvogelarten aus dem afrikanischen, europäischen und asiatischen Raum nach Uganda. Der europäische Weißstorch ist der auffälligste. Vor allem Wasservögel und Greifvögel sind in Uganda gut zu beobachten.



Neben dem Marabu und Nimmersatt, Pelikan und Reiher tut sich der lustig anzusehende Schuhschnabelstorch (oben Bildmitte) hervor. Der Kronenkranich ist ugandischer Wappenvogel. In den Bergwäldern sieht man farbenfrohe Turako- und Nektarvogelarten wie der grünschillernde Lobelien Nektorvogel links aussen. Auffälligste Greifvögel sind der Sekretär und der Gaukler.
Unterhalb der Murchisonfälle leben seit Urzeiten riesige, sehr alte Nilkrokodile. Nilwarane haben an den Seen- und Flussufern ihre Reviere. Chamäleons sieht man kaum wegen ihrer perfekten Tarnung, aber in den Wäldern von Uganda gibt es hunderte verschiedene Arten.
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Auch Schlangen sind häufig, doch bekommt man sie fast nie zu Gesicht. Die größte Schlange ist der bis zu 6 m lange Felspython. Sehr selten kann man Speikobras beobachten. Gelegentlich stößt man auf die sehr giftige Puffotter. Links im Bild ist die Speikobra. Die angriffslustige Bewohnerin des afrikanischen Urwaldes teilt ihr Reich mit der schwarzen Mamba, mit Vipern und Baumnattern.