Angola heute

Angola ist seit 2002 eine päsidiale Republik und wird von einem Staatspräsidenten regiert. Die Verfassung räumt dem Staatsoberhaupt große Befugnisse ein, so dass er unumschränkt herrschen kann. Das hat leider dazu geführt, dass in der Vergangenheit der Präsident und auch zahlreiche Regierungsmitglieder in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Das Land steht auf dem Platz 167 der korrupten Länder, nur wenige Länder gelten als noch korrupter. Ist Angola eine Demokratie? Seit 2017 ist ein neuer Präsident an der Macht, João Lourenço. Er hat versprochen, die Korruption zu bekämpfen, den Reichtum gerecht zu verteilen und mehr für Bildung zu tun. Das ist auch bitter nötig, denn viele Jahre herrschte ein Bürgerkrieg. Städte und Dörfer wurden zerstört und müssen wieder aufgebaut werden. Das Land wäre reich genug, um der Bevölkerung zu Wohlstand zu verhelfen.

Wie steht es mit den Kinderrechten in Angola?

Wenn ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebt, dann können nicht alle Kinderrechte erfüllt werden. Dazu gehören zum Beispiel das Recht auf Bildung oder das Recht auf Gesundheit. Diese Rechte genießt nur ein kleiner Teil der angolanischen Kinder. Auch haben nur wenige Kinder Zugang zu sauberem Trinkwasser. Obwohl das Land so reich an Flüssen ist, besteht das größte Problem in der Versorgung aller mit sauberem Wasser. Nur langsam entwickelt sich eine Gesellschaft, die für demokratische Rechte eintritt. Was läuft in Angola schief? Das Recht auf freie Meinungsäußerung, friedliche Versammlung und Vereinigungsfreiheit sind nicht erfüllt. Die Gewaltenteilung funktioniert nicht. So  benutzt die Regierung die Justiz, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Das Rechtauf angemessenes Wohnen und Gesundheit gibt es nicht. Die Jugend geht auf die Straße und demonstriert für mehr Bürgerrechte. Sie kämpft für bessere Ausbildungsmöglichkeiten, denn nur mit gut bezahlter Arbeit haben die jungen Angolaner eine bessere Zukunft als ihre Eltern.

 

Bekannte Persönlichkeit in Angola: der Politiker Agostinho Neto wird von den Angolanern besonders verehrt. Denn der am 17. September 1922 in Catete, geborene Politiker hat sich für die Befreiung Angolas von der Kolonialherrschaft Portugals eingesetzt. Er war der erste Präsident Angolas (1975–1979). Er schrieb auch Gedichte und veröffentlichte mehrere Bücher.