Porto-Novo, die Hauptstadt Benins

Porto Novo (c) Correia PMPorto-Novo liegt im Südosten des Landes an einer Lagune des Golfs von Guinea. Im 17. Jahrhundert ankerten Portugiesen vor der Königsstadt, sie wollten Handel mit den Herrscherhäusern von Benin treiben. Sie gaben dem Ort den Namen Porto-Novo. Der Ort wurde unter ihrer Herrschaft schon bald zu einem der größten Sklaven-Handelsplätze am Golf von Guinea. Unter französischer Kolonialherrschaft wurde Porto-Novo zur Hauptstadt des Königreiches von Dahomey. Heute ist Porto-Novo mit 270 000 Einwohnern zweitgrößte Stadt und offizielle Hauptstadt der Republik Benin. Die Stadt ist bekannt für ihr reiches kulturelle Erbe, das von Yoruba-Traditionen, afro-brasilianischem Einfluss und französischer Kolonialarchitektur geprägt ist.

Sehenswürdigkeiten

Die Stadt ist weltoffen gegenüber den unterschiedlichsten Religionen und beherbergt eine Vielzahl verschiedener religiöser Einrichtungen und Gebäude. Ein bedeutendes Wahrzeichen ist die Große Moschee, die im Stil einer brasilianischen Kirche erbaut wurde. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Ethnographische Museum, der Palast des Königs Toffa und das Musée da Silva. Nahe der Stadt befindet sich der Trommelmarkt von Adjarra. Man kann hier den Trommlern zusehen, wie sie ihre Instrumente herstellen.

Cotonou, das wirtschaftliche Zentrum von Benin

Cotonou Skyline (c) MVNCotonou war einst ein kleines Fischerdorf, die Fon nannten es "Mündung des Todesflusses". Die Könige von Dahomey nutzten den Ort für den schrecklichen Überseehandel mit Sklaven. Später machten die Franzosen daraus einen Militärstützpunkt. Porto-Novo ist zwar der nominelle Regierungssitz, doch die größere Stadt Cotonou ist das tatsächliche wirtschaftliche und administrative Zentrum von Benin. Aus dem einstigen Fischerdorf wurde eine Hafenstadt mit modernen Hafenanlagen. Traditionelle Lehmbauten stehen neben prächtigen Kolonialgebäuden und modernen Hochhäusern. Cotonou ist bekannt für seine großen Märkte. Es gibt einen riesigen Fischmarkt, einen internationalen Markt mit allen Waren, die im Land hergestellt werden und einen Kunstmarkt.