Die Elfenbeinküste hat zwei Hauptstädte

Abidjan liegt am Golf von Guinea. Während der französischen Kolonialzeit wurde die Stadt zu einem Militärhafen ausgebaut. Die Hafenstadt wuchs in wenigen Jahrzehnten zu einer Metropole und zählt heute über 6 Millionen Einwohner. Sie ist die größte Stadt des Landes und zugleich Wirtschaftszentrum. Abidjan gilt als das "Paris Westafrikas“. Die Stadtviertel sind im französischen Kolonialstil gebaut und erinnern an die lange Herrschaft Frankreichs über das Land.


          Abidjan, Boulevard de Gaulle (c) fr.zil

 

Zu den modernen Wahrzeichen der Stadt gehören La Pyramide, ein Hochhaus aus Beton in Gestalt einer Stufenpyramide. Auch die Kathedrale St. Paul ist ein auffälliges Gebäude. An dem schwungvoll geformten Kirchenbau ist ein riesiges Kreuz vertäut. Du kannst es auf dem foto links erkennen. Im Norden von Abidian liegt der Nationalpark Banco mit geschütztem Regenwald und Wandermöglichkeiten. Etwa 20 Prozent aller Ivorer leben in Abidjan.


Yamoussoukro ist seit 1983 die  neue Hauptstadt der Elfenbeinküste. Das ehemalige Dorf liegt nördlich von Abidjan, in der Mitte des Landes. Die moderne Stadt besitzt einen geschäftigen Markt. Der Palast des ehemaligen Präsidenten und eine Moschee mit stilisierten Minaretten sind sehenswert. Aber das wirkliche Highlight von Yamoussoukro ist die riesige Kathedrale Notre Dame de la Paix. Wie kommt es, dass gerade hier die größte Kirche der Welt aus dem Urwald ragt?

           Basilika Notre Dame de la Paix (c) Asram BY-SA

Verantortlich ist dafür der verstorbene Präsidenten Félix Houphouet-Boigny. Der bekennende Katholik beschloss, hier eine Kathedrale zu bauen, die alle anderen Kirchen auf der Welt in den Schatten stellt. Tatsächlich ist Notre Dame de la Paix - auf dem Foto links - eine exakte Kopie des Petersdoms in Rom, nur größer!

 Mehr über Notre Dame de la Paix