Tiere und Pflanzen

 

Im Regenwald von Ghana leben verschiedene Affenarten, Meerkatzen, Krokodile, Zwergflusspferde, Zebra-Ducker und Stachelschweine. Bunte Vögel nisten in den Baumwipfeln, unzählige Amphibien und Insekten fliegen durch das Blätterwerk. Ein ganz besonderer Baumbewohner lebt in den Wäldern Ghanas, das Dornschwanzhörnchen oder das fliegende Eichörnchen. Die Nager segeln von Baum zu Baum und können dabei fast 100 Meter weit fliegen. Sie heißen Dornschwanzhörnchen, denn sie besitzen dornenartige Schuppen an der Schwanzunterseite. Segeln können sie, denn sie besitzen eine Gleithaut.

                  

Sie sind nachtaktiv und schlafen tagsüber in Baumhöhlen. Sie ernähren sich von Rinde, Früchten, Blüten, Blättern, Nüssen. Auch Insekten verputzen sie gerne. Sie haben eine Kopfrumpflänge zwischen 22 und 43 cm sowie einen 15 bis 45 cm langen Schwanz. Sie sind also recht groß. Da sie auch ziemlich aggressiv sind, verteidigen sie sich gut gegen ihre Fressfeinde, wie Raubvögel und Raubkatzen. Die Art wird auch von Menschen gejagt und als „Bushmeat“ gehandelt. Leider wird auch ihr Lebensraum durch die forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder und Waldrodungen bedroht.

 

                 

Die Mangrovenwälder an der Küste sind die Heimat verschiedenartiger Tiere, denn zwischen dem Wurzelwerk der Bäume finden sie einen besonders nährstoffreichen Lebensraum. Krustentiere wie etwa die Mangroven-Krabbe legen hier ihre Eier, Muscheln klammern sich an die Wurzeln, Fische durchschwimmen im Slalom die Säulen der Wälder und Vögel nisten auf dünnen, schwingenden Ästen. Bei Flut sind die Vögel so vor den schweren Raubtieren an Land sicher. Allerdings kommen mit dem Wasser andere Räuber in Reichweite. Die Salzwasserkrokodile leben mit Vorliebe in den feuchten, schattigen Sumpfwäldern. 

               

Die Savannen Ghanas sind von Baobab- und Karitébäumen und kürzeren Gräsern bewachsen. Die Bäume können viel Wasser speichern und sind für die Tierwelt als Schattenspender und Feuchtigkeitsspeicher sehr wichtig. In den Savannen leben Löwen, Leoparden, Hyänen, Antilopen und Elefanten. Doch diesen großen Wildtiere sind selten geworden. Stachelschweine, Primaten, Elefanten, Erdferkel, Hyänen, Zibet- und Ginsterkatzen, die noch vor wenigen Jahrzehnten fast überall in freier Wildbahn lebten. Wildtiere sind selten geworden, manche Arten sind vom Aussterben bedroht. In den Flüssen leben Krokodile, Seekühe und Flusspferde. Auf dem Foto unten siehst du Wasserbüffel, die als Nutztiere gehalten werden.
Sie dienen dem Menschen auf vielerlei Art. Sie sind genügsame Lasttiere, ihre Milch kann getrunken werden und ihre Haut wird zu Leder verarbeitet.

              

Die Regierung von Ghana erweitert beständig Naturparks und Schutzräume für Wildtiere, um einen Teil der bedrohten Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Der Naturpark Kakum ist ein bekanntes Schutzgebiet nördlich von Cape Coast. In der Dämmerung kannst du die meisten Tiere beobachten wie Affen, Vögel oder Fledermäuse. Krokodile sind schon in Gruppen an den Flussufern versammelt, Antilopen durchstreifen die Waldlichtungen. Raschelt es im Gebüsch? Dann ist vorsichtiger Rückzug angesagt. Denn wahrscheinlich handelt es sich um die grüne Mamba, eine der giftigsten Schlangen Westafrikas. In 45 Meter Höhe durch den Regenwald streifen? Das kannst du auf dem Baumwipfelpfad, der durch durch die Baumkronen des Regenwalds führt. Auf einer riesigen Hängebrücke kannst du zwischen den Baumwipfeln die Tierwelt entdecken. Vielleicht entdeckst du unter den zahlreichen bunten Vögeln sogar Nachtigallen. Die Nachtigallmännchen kennen etwa 200 Liedstrophen, die sie untereinander kombinieren. Die kleinen Gesangeskünstler überwintern gern in den Tropenwäldern von Ghana. Gibt es auch giftige Tiere in Ghana? Ja, vor allem an den Flussufern sind Giftschlangen heimisch wie die grüne Otter, die Speikobra, die Puffotter und die Nashornviper.   

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