Kenia heute

kenianische mädchen pflanzen bäumeIn Kenia gibt es seit 2010 eine Präsidialrepublik. Das bedeutet, der Staatspräsident ist zugleich Regierungschef. Das Land wird zwar demokratisch regiert, doch der Präsident besitzt sehr viel Macht. Diese Art von Demokratie ist autoritä. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Parteien von den mächtigsten Völkern beherrscht werden. So herrscht meist das wirtschaftlich stärkste Volk, und die übrigen Völker werden benachteiligt. Derzeit ist der Staatspräsident Uhuru Kenyatta, ein Kikuyu und Nachkomme des ersten schwarzen Präsidenten Jomo Kenyatta. Es kommt immer wieder zu Unruhen im Land. Die freie Meinung wird nicht immer geachtet. Und nicht alle Völker Kenias sind an der Regierung beteiligt. Doch das beginnt sich zu ändern. Die Kenianer sind traditionsbewusst. Sie pflegen ihre afrikanischen Traditionen und schützen ihre Wildtiere. Während der britischen Kolonialzeit wurden viele Wälder zerstört, um Plantagen anzulegen. Heute pflanzen Kinder und Jugendliche Bäume an, um die Wälder wieder aufzuforsten. Kenia ist ein modernes Land. In den Großstädten Nairobi, Mombasa und Malindi herrscht ein reges Kulturleben.

Kenia kämpft mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit

Ein großes Problem ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. In Kenia sind 30 Prozent aller Einheimischen unter 25 ohne Job. Daher versuchen die Eltern alles, um ihren Kindern eine gute Ausbildung zu verschaffen. Bildung gilt in Kenia als Grundvoraussetzung im Kampf gegen die steigende Armut.

Wie steht es um die Kinderrechte in Kenia?

Es ist leider wahr, wo Armut herrscht, ist es schlecht um die Kinderrechte bestellt. Das trifft in weiten Teilen auch auf Kenia zu. Doch im Jahr 2010 geschah eine Revolution. In diesem Jahr wurde in Kenia das neue Grundgesetz verabschiedet. Seitdem sind die Kinderrechte in der Gesetzgebung verankert. Dafür haben die Kinder sogar selbst mitgesorgt. Kinderforen aus allen Provinzen des Landes haben ihre Forderungen niedergeschrieben und an die Regierung geschickt. Um welche Rechte geht es? Das Recht auf Bildung, elterliche Fürsorge, soziale Sicherheit, medizinische Betreuung und gesellschaftliche Mitbestimmung. Heute gibt es in ganz Kenia 50 Kinderparlamente. Dort können Kinder ihre Sorgen vortragen und Hilfe für ihre Rechte finden. Außerdem gibt es an zahlreichen Schulen Schülermitbestimmung.

Schon gewusst? Die Massai haben sich vor kurzem einen Platz im kenianischen Parlament erobert. Ziel ist es, ihre Weidegründe zu erhalten. Sie wollen auch selbst darüber entscheiden, ob ihre Kinder westliche Schulen besuchen oder traditionell ausgebildet werden als Krieger und Rinderhirten.

 

Wangari

Berühmte Persönlichkeit aus Kenia: Wangari Muta Maathai, die Mutter der Bäume