Schulen und Bildung

 

Auf den Seychellen herrscht Schulpflicht, und es wird streng darauf geachtet, dass alle Kinder zum Unterricht erscheinen. Die kreolische Sprache ist in den ersten Klassen Unterrichtssprache. Denn alle Kinder wachsen damit auf. Erst danach wird auch in Englisch unterrichtet. Englisch und Französisch sind auch Hauptfächer. Denn alle Kinder sollen die beiden Fremdsprachen lernen. Es wird kein Schulgeld verlangt, so dass alle die Schule besuchen, egal, wie viel die Eltern verdienen. Aber die Kosten für Schulbücher und Hefte reißen dennoch ein Loch in die Haushaltskasse vieler Familien. Übrigens: In den Schulen sind körperliche Bestrafungen verboten. Nach der sechsjährigen Grundschule können die Schüler entweder eine handwerkliche Ausbildung oder das Abitur machen. Studieren können sie allerdings nicht auf den Seychellen, denn hier gibt es keine Universität. Die meisten gehen zum Studieren nach Nordafrika oder Europa. Sind Jungen und Mädchen in der Bildung gleichberechtigt? Anfangs ja, gleichviele Mädchen wie Jungen werden eingeschult. Doch weniger Mädchen schließen die Schule ab. Das liegt daran, dass es zahlreiche sogenannte "offene" Lebensgemeinschaften gibt. Mädchen werden früher schwanger, mit der Folge, dass sie während der Schwangerschaft den Unterricht nicht besuchen dürfen. Wenn sie Mutter geworden sind, kehren sie meist nicht mehr in die Schule zurück.  Mehr über Schulen in Afrika

Schon gewusst? Während der britischen Kolonialherrschaft gab es für einheimische Kinder keine Schule. Erst seit der Unabhängigkeit im Jahr 1976 wurden Schulen gebaut und die Schulpflicht eingeführt. Auch für die älteren Bewohner der Seychellen wurden Programme zur Erwachsenenbildung eingeführt. Heute können fast alle Inselbewohner lesen und schreiben.