Schule und Bildung

Schule in Sudan (c) wikicommonsDie Bildungsmöglichkeiten im Sudan waren für die einfache Bevölkerung noch nie sehr gut. Etwa dreißig  Prozent der Männer und mehr als die Hälfte der Frauen können weder lesen noch schreiben. Das soll sich ändern. Vor allem für Kinder und Jungendliche schafft die Regierung heute Verbesserungen. Das Schulsystem wurde Ende des letzten Jahrhunderts reformiert und die Schulpflicht eingeführt. Schade, dass trotzdem nur die Hälfte der Kinder die Grundschule besucht. Mädchen müssen in der Familie und im Haushalt mithelfen. Nur wenige erhalten eine bessere Ausbildung. Die Gesellschaft erwartet einfach, dass Mädchen bald heiraten. Viele Familien denken, eine lange Ausbildung für Mädchen wäre Zeitverschwendung! Nur langsam findet in der islamischen Gesellschaft ein Umdenken statt. Mehr über Schulen in Afrika

 Schon gewusst? Als Folge des Bürgerkriegs wurden für die Flüchtlinge aus dem Darfur „Flüchtlingsschulen“ eingerichtet. Eine davon liegt in Tine-Tschad, einer Siedlung an der sudanesischen Grenze. Lehrer und Flüchtlinge gründeten sie in Eigeninitiative. Dort können Kinder die ersten sieben Schuljahre verbringen. Da macht es dann auch nichts, wenn der Unterricht im Freien statt findet. Hauptsache, die Schüler verlieren nicht den Anschluss an den Lernstoff. Und manche Mädchen drücken erst hier die Schulbank.