N’Djamena – die Hauptstadt von Tschad

N'Djamena (sprich Indschamena) liegt im Südwesten des Landes, am Zusammenfluss des Schari und Logone. Sie befindet sich nicht weit vom Tschad-See entfernt. Gegründet wurde die Stadt zu Beginn der französischen Kolonialherrschaft. Es diente als Fort und später als Verwaltungssitz der französischen Kolonialmacht. Bald entwickelte sich das Fort zu einer modernen Stadt. Im Stadtkern sieht man noch heute die kolonialen Bauten. Daneben sind moderne Hochhäuser errichtet worden mit luxuriösen Hotels und Banken. In Einkaufszentren sind alle Luxuswaren des Westens erhältlich. Aber leisten können sich diese nur die wenigsten. Bekannt ist der große Tiermarkt der Stadt, auf dem Kamele, Pferde, Schafe und Ziegen verkauft werden. Esel sind die wichtigsten Nutztiere. 

           NDjamena (c) googlemaps

Die zahlreichen Moscheen und katholischen Kirchen in der Stadt zeugen von der langen Fremdherrschaft durch islamische und später europäische Mächte. An den Rändern haben sich Slums gebildet. Heute leben über 1,5 Millionen Menschen in der Stadt. N'Djamena besitzt ein Nationalmuseum, in dem Überreste des alten Sao-Volkes ausgestellt sind. Die beiden einzigen Universitäten des Landes befinden sich hier. Öffentliche Verkehrsmittel wie U-Bahnen gibt es nicht. Die meisten sind mit Kleinbussen oder Rollern unterwegs. Bei N'Djamena liegt der internationale Flughafen.