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Kinder im Tschad (c) worldvisionDer Tschad ist eine Republik, die von einem Präsidenten geführt wird. Es gibt freie Wahlen und ein Mehrparteiensystem. Doch der Präsident Idriss Déby besitzt sehr viel Macht und regiert autoritär. Die Pressefreiheit ist eingeschränkt, politische Gegner der Regierung werden schikaniert.

Die Bevölkerung leidet unter Armut und Korruption. Im UNDP-Index 2015 für menschliche Entwicklung liegt das Land auf Platz 185 von 188. Nur die Hälfte der Menschen hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Daher ist die Säuglingssterblichkeit hoch. Nach Angaben der Weltbank stirbt jedes siebte Kind vor Erreichen des siebten Lebensjahres.

Die Terrorgruppe Boko Haram verbreitet Angst und Gewalt. Immer wieder werden einzelne Dörfer von Rebellen überfallen. Die Regierung sorgt nicht für den Schutz der Bevölkerung. Das Bildungs- und Gesundheitswesen sind kaum entwickelt. Eine große Zahl von Flüchtlingen aus dem Sudan stellt das Land vor zusätzliche Probleme. Die Flüchtlinge sind obdachlos und müssen mit dem Nötigsten versorgt werden. Das ist nicht einfach für ein Land, dessen Bevölkerung zum großten Teil selbst an der Armutsgrenze lebt.

Kinderrechte im Tschad

Mehr als die Hälfte aller Kinder im Tschad muss arbeiten, um das Einkommen der Familien aufzubessern. Die meisten verrichten Feldarbeit, arbeiten im Haushalt oder helfen auf den Märkten. Seit Öl entdeckt wurde, gilt Tschad nicht mehr als armes Land. Es erzielt heute durch seine Ölförderung genügend, um für eine bessere Bildung aller Kinder zu sorgen. Doch die Regierung handelt sehr zögerlich.