Sehenswürdigkeiten

 

Die Ruinen und historischen Stätten, die sich vor allem an der Küste Tunesiens befinden, erzählen von der wechselhaften Geschichte des Landes. Die Phönizier errichteten im Altertum Stützpunkte an Tunesiens Küste, die Römer besetzten mit der Eroberung Karthagos im Jahr 146 v. Chr. tunesische Küstenstädte und im 7. Jahrhundert n.Chr. haben die Araber Tunesien eingenommen. Sie alle hinterliessen mit Städten, Moscheen und großen Bauten ihre Spuren.

Die Phönizier: Karthago war die letzte Hauptstadt Phöniziens und Zentrum der karthagischen Zivilisation.

                   Karthago mit Überresten aus dem punischen Reich (c) Frederick Patrick


Die Stadt wurde im ersten Jahrtausend v. Chr. von den Phöniziern gegründet und war einst Sitz des mächtigen karthagischen Reiches. Sie wurde 146 v. Christus vom Römischen Reich zerstört. Im Photo oben siehst du die Überreste der Phönizierstadt Karthago. Bis heute sind zahlreiche antike Bäder, Theater, Villen und andere Ruinen erhalten geblieben. Die meisten bieten einen weiten Blick über den Golf von Tunis. 

 

Die Römer: Das drittgrößte römische Kolosseum der Welt ist das von El Jem.

               Amphitheater El Jem (c) Jerzy Strzelecki

Das Amphitheater von El Djem ist das besterhaltene Amphitheater von Nordafrika. 35 000 Zuschauer hatten darin Platz. Es wurde 238 n. Chr. errichtet. Ein Teil der Sitzreihen, des Podiums, die Arena und der unterirdischen Gänge sind noch erhalten. Die Ruinen befinden sich in dem Dorf El Djem in Mitteltunesien. Hier lag einst die antike Stadt Thysdrus.

 

Die Araber: Die Sidi Oqba Moschee in Kairouan ist die älteste Moschee in Afrika und die viertheiligste Stätte des Islam.

 

                Bab Suika Suker Platz in Tunis um 1899 (c) wikicommons

In der "Stadt der 300 Moscheen" sticht die Große Moschee von Kairouan hervor. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt. Ihre wuchtigen Mauern beherbergen das älteste Minarett der Welt, einen gewaltigen Gebetssaal und einen eindrucksvollen Säulenwald. Errichtet wurde die Moschee im Jahr 670 von dem muslimischen Eroberer ‘Uqba ibn Nãfi’, der auch die Stadt Kairouan gegründet hat.
 

Monastir von Ribat

                   Monastir - Ribat (c) Giraud Patrick

Kerkennah hatte eine große geschichtliche Vergangenheit. Die Insel war früher von Reichen aus dem Osten, Westen und Norden bedrängt. Die alte Festung Borj el-Hissar erinnert noch an die kriegerischen Zeiten. Am Fuß der Festung liegen die Ruinen einer antiken Stadt. An diesem Ort machte einst Hannibal auf seinem Weg ins orientalische Exil Halt.

Der Ribāṭ ist der Ort, wo die Muslime ihre Reittiere versammelt und festgebunden hatten. Dieser Ort entstand aufgrund der religiösen Pflicht des Dschihad, den Islam mit militärischen Mitteln zu verbreiten. Dazu benötigten die Dschihadisten Waffen, Soldaten und Festungen. Diese militärischen Festungen boten auch den Bewohnern der gefährdeten Gebiete Schutz. Das Bauen einer Festung galt als frommes Werk. Die Ribāṭs entstanden entlang der Demarkationslinie zu den nichtislamischen Gebieten in Afrika.

Tunesien beherbergt sieben historische Stätten, die heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen! Ganz schön viel für ein eher kleines Land.

Mehr Sehenswürdigkeiten findest du im afrika-junior Reiseführer