Verändert der Klimawandel den Vogelzug?

Die Menschen haben das Weltklima stark verändert, mit schlimmen Folgen für die Tierwelt. Seit einigen Jahren beobachten Vogelkundler, dass im Winter nicht mehr alle Zugvögel in den Süden ziehen. Die Winter in Europa werden wärmer und kürzer. Deshalb überwintern immer mehr Zugvögel in Europa, wie die Mönchsgrasmücke und Zilpzalp. Einige Stare haben ihre Ziele völlig geändert. Sie ziehen im Herbst nicht mehr in den Süden, sondern nach Norden. Nur ein Teil von ihnen findet in den großen Städten Nahrung.

 

Ile-des-Oiseaux

 

Schon gewusst? Auch auf Zugvögel wirkt sich Kunstlicht störend aus. Die Milliarden von Vögel, die nachts ziehen, orientieren sich an den Sternen. Dieses Zugverhalten hat sich im Laufe von Millionen von Jahren herausgebildet. Doch die Entwicklung der Glühbirne liegt gerade einmal 150 Jahre zurück. Die Vögel sind durch die beleuchteten Städte irritiert. Vor allem bei schlechter Sicht werden sie von den Lichtern der Großstädte abgelenkt.

Unter www.storchenzug.de werden sechs Störche mit Namen Valinca, Sophia, Annamarie, Felix, Jonas und Prinzesschen vorgestellt.

WeistorchDiese Störche aus der Elbtalaue tragen ultraleichte Minisender auf ihrem Rücken. Mit Hilfe der Satelliten - Telemetrie können sie auf ihren Wanderungen nach Afrika begleitet werden. Die Satellitenaufnahme im Internet und die Darstellung ihrer Zugwege ermöglichen eine lückenlose Verfolgung ihres Hin- als auch ihres Rückfluges.  

 

Film: Der Flug der Störche

CD Mit Knut nach Afrika