Vögel im afrikanischen Regenwald

Vögel haben im Regenwald die besten Brutbedingungen. Deshalb ist hier eine riesige Vielfalt an bunten und ungewöhnlichen Vögeln zu Hause.

Der farbenprächtigste Vogel im afrikanischen Regenwald ist der Nashornvogel. Er besitzt ein schwarzes Gefieder, und einen gebogenen, bunten Schnabel. Der Schnabel kann bis zu 23 Zentimeter lang werden. Bei erwachsenen Vögeln ist er so lang wie der Körper. Damit zählt der Nashornvogel zu den größten Schnabelbesitzern der Vogelwelt. Eigentlich müßte man meinen, der Schnabel wäre zu schwer für den bunten Vogel. Doch er ist ziemlich leicht, denn er besteht zum Teil aus Hohlräumen. Der Schnabel dient vor allem als Greifzange, um an Beeren und andere Früchte zu gelangen. Der Nashornvogel kann damit auch Artgenossen begrüßen oder Feinde vertreiben. Früchte sind definitiv die Lieblingsspeise des Nashornvogels. Er vertilgt aber auch gerne Insekten und Eier von anderen Vögeln. Sein ärgster Fressfeind sind Raubvögel, gleich danach kommen die Menschen. Sein Kopf ist so knallbunt, dass er sich als Motiv auf vielen afrikanischen Stoffen und Schnitzereien findet. Nach vielen Sagen aus Westafrika war der Nashornvogel einer der ersten Vögel der Schöpfung.

Schon gewusst? Jeder Nashornvogel trägt einen einzigartigen Schnabel. Er ist so unverwechselbar wie der menschliche Fingerabdruck.

 

Der Honiganzeiger (c) Steve GarvieDer Honiganzeiger ist eine Ausnahme im Regenwald, denn sein Gefieder ist sehr unauffällig. Als hätte er sich eine Tarnfarbe zugelegt. Sein Verhalten ist dafür umso außergewöhnlicher. Der Baumbewohner verdankt seinen Namen einer außergewöhnlichen Verhaltensweise: Der Honiganzeiger zieht allein oder in kleinen Gruppen umher und lenkt die Aufmerksamkeit eines Menschen durch lautes Rufen auf sich. Die Pygmäenvölker hören seinen Ruf besonders gerne. Denn er verhilft ihnen zu ihrer wichtigsten Tauschware: dem Honig! Wenn der Honiganzeiger seinen "Partner" auf sich aufmerksam gemacht hat, dann fliegt er kurze Strecken und wartet darauf, dass man ihm folgt. Findet der Honiganzeiger ein Bienennest, wartet er geduldig, bis sein ‚Partner‘ es ausgeräumt hat. Dann allerdings fordert er seinen Lohn: die Insektenlarven und Wabenreste. Ob der Honiganzeiger mit anderen Tierarten außer dem Menschen gemeinsam auf die Suche geht, hat man noch nicht herausgefunden.

Was wir zum Schutz der Regenwälder tun können