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Die Tiere der Regenwälder

Frosch auf einem Blatt im Regenwald (c) Brian GratwickeKein anderes Ökosystem in Afrika ist so artenreich wie der Regenwald. Etwa drei Viertel aller Tierarten lebt im Dschungel, der sich wie ein riesiger grüner Gürtel rund um den Äquator gebildet hat. Im Regenwald gilt die Regel: Fressen und Gefressenwerden. Nichts gibt es hier im Überfluss. Früchte reifen das ganze Jahr, Sie werden von den Fruchtfressern auch sogleich verspeist. Insekten schwirren auch ganzjährig durchs Blätterwerk, immer auf der Hut vor ihren Fressfeinden, Vögeln, Fröschen oder Chamäleons. So geht es weiter bis zu den größten Säugetieren des Dschungels.

Der Lebensraum des Waldes ist in verschiedene "Stockwerke" aufgeteilt

Regenwald in Kenia (c) Chris73Am Boden leben die meisten Insekten und Kleintiere wie Mäuse oder Ratten. In den unteren Ästen leben Schlangen, Affen und Echsen. Weiter oben haben Vögel ihre Nester gebaut. In den Baumkronen leben die schönsten Schmetterlinge, die man sich vorstellen kann. Wer sind die wahren Herrscher des tropischen Regenwaldes? Sind es die Schimpansen, deren Konzert im tropischen Wald den Ton angibt? Oder die Frösche, die den Waldboden wie auch die Baumkronen bevölkern?  Oder die Schlangen, die lautlosen Jäger der Wälder? Es sind die kleinsten aller Lebewesen, die Insekten, die in so vielzähligen Arten den Regenwald bevölkern, dass noch längst nicht alle entdeckt sind.

 Schimpansen und Menschenaffen geben den Ton an im Regenwald

Schimpansenmutter mit KindSchimpansen sind die ungekrönten Artisten des Dschungels. Sie bewegen sich unglaublich behende durch die unterschiedlichen Baumhöhen - meist in einer Höhe von 3 bis 6 Metern. In dieser Höhe besitzen sie "Flugwege" zwischen Ästen und Baumkronen. Sie verteidigen ihr Revier mit lauten Rufen. Ihre spitzen Schreie sind über zwei Kilometer weit zu hören.  Sie bilden die Grundmelodie des Dschungels. Schimpansen sind nicht größer als 90 Zentimeter.  Schimpansen sind die intelligentesten Affen. Sie sind sehr gesellig und sozial eingestellt. Sie kümmern sich umeinander. Sie sind außerordentlich neugierig und benutzen Werkzeuge wie entlaubte Äste und Steine. Sie leben in großen Gruppen von 120 Tieren und mehr.

Gorillas, die sanften Riesen

Wenn ein Gorilla gähnt, heißt das nicht, dass er müde ist, sondern er ist aufgeregt. Leider sieht man das nur noch selten. Gorillas sind vom Aussterben bedroht. Die sanften Riesen leben in den Wäldern West- und Zentralafrikas. Sie besitzen ein grauschwarzes Fell und zählen mit 1,50 bis 1,90 Metern Körpergröße zu den größten aller Menschenaffen. Gorillas leben in kleinen Gruppen. Am Tag halten sie sich auf dem Boden auf, um Nahrung zu suchen und durch die Gegend zu streifen. Sie fressen am liebsten Blätter und Früchte, aber auch kleine Tiere verschmähen sie nicht. Nachts bauen sie  sich aus Zweigen und Ästen ein Nest in den Bäumen. Wie wir Menschen haben Gorillas einen unverwechselbaren Fingerabdruck.

Berggorillas

Gorilla (c) Raul654

Berggorilla Junges

 

 

 

 

 

Die ostafrikanischen Verwandten der Gorillas sind die Berggorillas

 Im Bild oben rechts siehst du einen kleinen Berggorilla. Die Menschenaffen besitzen ein dichtes, schwarzes Fell und können deshalb in den kühlen Wäldern im Virungagebirge leben. Die Männchen haben einen Harem von einem Dutzend Weibchen oder mehr. Nachts schlafen die Weibchen auf den Bäumen, während das Männchen auf dem Boden bleibt und über sie wacht. Dian Fossey hat die Lebensweise der Berggorillas erforscht und  festgestellt, dass sie wie wir Werkzeuge benutzen. Sie leben am Boden und sammeln Früchte, Blätter und Körner. Berggorillas haben nur einen Feind, und das sind die Menschen. Durch Abholzung verlieren sie ihre Wälder und durch rücksichtlose Jäger werden sie dezimiert. In einer Waisenstation für Berggorillas im Virunga Nationalpark werden Jungtiere, die ihre Mütter verloren haben, großgezogen und wieder ausgewildert.

Schwarz-weiße Stummelaffen

StummelaffenDiese schön gezeichneten Stummelaffen zählen zu den Meerkatzen. Tagsüber halten sie sich meistens in den Bäumen auf, zeitweise flitzen sie auch  auf dem Boden herum, um zu spielen oder nach Nahrung zu suchen. Sie bilden Haremsgruppen von rund 8 bis 15 Tieren, die sich aus einem Männchen, zwei bis sechs Weibchen und deren Jungtieren zusammensetzen. Sie streifen durch ein Gebiet von 15 bis 60 Hektar. Kommen ihnen andere Stummelaffen in die Quere, kommt es oft zum Streit oder sogar zum Kampf.  Die Männchen halten am Morgen ein Brüllkonzert ab, um andere Gruppen abzuschrecken. Sie ernähren sich von Blättern,  Früchten und Blüten. Sie halten sich gerne  in der Nähe von menschlichen Siedlungen auf, denn da können sie die Felder plündern. Deshalb sind sie in der Bevölkerung nicht so beliebt. Die Weibchen einer Gruppe kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs, ihre Kinder werden herumgereicht und von allen erzogen. Die Lebenserwartung der kleinen Primaten beträgt rund 20 Jahre, in menschlicher Obhut bis zu 30 Jahre.

Große Wildtiere und Flusstiere im Regenwald

Waldelefanten im KongobeckenWaldelefanten sind etwas kleiner als ihre Verwandten in der Savanne. Sie wandern durch die tropischen Urwälder. Sie kennen die großen Waldlichtungen, die zu ihren bevorzugten Plätzen gehören. Sie bilden sternförmige Trampelpfade zu ihren Lieblingsfrüchten, den Marula. Dafür nehmen sie lange Wanderungen auf sich. Elefanten haben einen Riesenhunger. Sie weiden Blätter und Pflanzen an Waldrändern und auf Lichtungen ab. Etwa zwanzig Stunden am Tag sind sie mit dem Fressen beschäftigt. Haben sie deshalb so traurige Augen?

Flusspferde im LuangwataiIn den Sumpfgebieten leben Flusspferde, Büffel und Krokodile. Flusspferde lieben langsam fliessende Gewässer, in denen sie sich den Tag über treiben lassen. Nachts kommen sie ans Ufer, um Schilf und Gras zu fressen. Wie Elefanten ernähren sie sich nur von Pflanzen. Die Flusspferdweibchen sind gesellig, während die Männchen um ihr Revier kämpfen.

Herdentiere, die am Rand von Regenwäldern leben

Wldschweinhorde in Gabun (c) S.FimpelWildschweine im Regenwald? Gibt es. Sie halten sich bevorzugt an den Rändern auf. Wenn sie Junge haben wie die Meute rechts, sollte man ihnen nicht zu nahe kommen. Sie verteidigen ihren Nachwuchs mit Klauen und Zähnen und können dann auch dem Menschen sehr gefährlich werden.

Jäger im Regenwald

Leopard auf einem Baum Wildkatzen aller Art zählen zu  den Jägern des Dschungels.  Sie müssen sehr vorsichtig vorgehen, um sich an ihre Beute heran zu pirschen.  Der Leopard ist die anpassungsfähigste Wildkatze. Wegen seines schönen Fells wird er als Trophäe viel gejagt. Er hat in Gegenden überlebt, wo andere Großkatzen längst ausgestorben sind. Der Leopard findet sich in ganz Afrika südlich der Sahara.


Schwarze Leoparden sind besonders unauffällig im düsteren Regenwald.

 Schwarzer Leopard oder Black PantherSie werden als schwarze Panther bezeichnet und stellen keine eigene Art dar. Sie gehören zu den Leoparden und kommen häufig im gleichen Wurf mit normal gezeichneten Welpen vor. Schwarze Leoparden finden sich in dichten tropischen Wäldern. Sie sind Einzelgänger und gehen Tagsüber wie auch nachts auf die Jagd. Sie sind ausgezeichnete Jäger und bevorzugen größere Säugetiere. Wenn sie ihre Beute geschlagen haben, zerren sie diese mit auf den Baum. Dort können sie diese in Ruhe verspeisen, ohne von anderen Räubern überrascht zu werden. Sie verfügen über einen ausgezeichneten Gehörsinn und können sehr gut sehen. Nachts sieht ihr Auge sechsmal mehr als das menschliche Auge.

Vögel im Regenwald

Nashornvogel Pärchen Nashornvogel (c) Aaron Logan

 

 

 

 

Vögel haben im Regenwald die besten Brutbedingungen. Die auffälligste Vogelart ist der Nashornvogel. Er hat ein schwarzes Gefieder, und einen gebogenen, knallgelben Schnabel. Der Schnabel kann bis zu 23 Zentimeter lang werden. Damit zählt der Tukan zu den größten Schnabelbesitzern der Vogelwelt. Der Schnabel dient vor allem als  Greifzange, um an Beeren und andere Früchte zu gelangen.  Sein Kopf ist so farbenprächtig, dass er sich als Motiv auf vielen afrikanischen Stoffen und Schnitzereien findet. Nach vielen Sagen aus Westafrika war der Nashornvogel einer der ersten Vögel der Schöpfung.

Der Honiganzeiger (c) Steve GarvieDer Honiganzeiger verdankt seinen Namen einer außergewöhnlichen Verhaltensweise: Der Honiganzeiger zieht allein oder in kleinen Gruppen umher und lenkt die Aufmerksamkeit eines Menschen durch lautes Rufen auf sich. Dann fliegt er kurze Strecken und wartet darauf, dass man ihm folgt. Findet der Honiganzeiger ein Bienennest, wartet er, bis sein ‚Partner‘ es ausgeräumt hat. Dann frisst er die Insektenlarven und Wabenreste. Ob der Honiganzeiger mit anderen Tierarten außer dem Menschen gemeinsam auf die Suche geht, hat man noch nicht herausgefunden.

Frösche, Schlangen und andere Reptilien im Regenwald

Chamäleons können sich überall gut verstecken, denn sie besitzen die Fähigkeit, ihre Farbe an die Umgebung anzupassen.

Chamäleon

Chamäleon im Regenwald (c) Anne97432

Zweihornchamäleon (c) Lutz Schuettler 

Auf diese Fähigkeit ist auch das Schimpfwort "Chamäleon" gemünzt. Damit bezeichnet man Menschen, die ihr Urteil der herrschenden Meinung anpassen, und nicht sagen, was sie wirklich denken. Zurück zu unseren Chamäleons. Sie tarnen sich mit ihrem Farbwechsel nicht nur vor Feinden, sie unterhalten sich mit ihren Farben auch untereinander. Sie zeigen, ob sie traurig, angriffslustig, krank oder paarungsbereit sind. Mit ihren großen Köpfen und ihrem sonderbar gerollten Schwanz sehen sie wie Fabelwesen aus. Sie sind begabte Kletterer, dank ihres Schwanzes, mit dem sie sich in den Ästen festhalten können, und sie lieben Sumpfgebiete. Tatsächlich gehören sie zu den ältesten Tieren der Erde. Sie sehen gut, hören aber schlecht. Sie haben eine in der Tierwelt seltene Fähigkeit: sie können ihre Augen unabhängig voneinander bewegen. Damit können sie zum Beispiel sehen, ob vor ihnen eine Heuschrecke sitzt, während sich von hinten ein Freßfeind nähert. Noch etwas ist einzigartig an ihnen, sie jagen mit der Zunge, mit der sie pfeilslchnell ihre Beute fangen, am liebsten Heuschrecken!

Schlangen lieben Regenwälder

Die grüne und die schwarze Mamba leben in den Regenwäldern Zentralafrikas. Beide Schlangenarten sind hochgiftig. Ihr Gift lähmt das Nervensysten und kann einen Erwachsenen in 20 Minuten töten. Die Schlangen sind scheu und meist gehen sie einem Kampf aus dem Weg. Nur wenn man ihnen zu nahe kommt oder sie erschreckt, greifen sie an. Sie ernähren sich von Mäusen, Echsen, Fröschen und anderen kleineren Tieren.

Grüne Mamba im Regenwald von GAbun (c) David Monniaux

Schwarze Mamba (c) Bill LoveGabunviper (c) Patrick Jean

Links oben siehst du die grüne Mamba, daneben findest die ihre dunkle Schwester, die schwarze Mamba. Und rechts im Bild schlängelt sich die prächtige Gabunviper durch das Gelände. Die schwarze Mamba lebt gern in der Nähe von menschlichen Ansiedlungen. Deshalb kommt es immer wieder vor, dass Menschen von ihr gebissen werden. Die schwarze Mamba hat ihren Namen nicht von ihrem Schuppenkleid, das ist nämlich dunkelgrau, sondern von ihrem schwarzen Maul.  Die grüne und die schwarze Mamba zählen zu den schnellsten Schlangen der Welt. Aufgrund ihrer schönen Färbung wird die Gabunviper auch als "Schmetterlingsviper" bezeichnet. Sie lebt am Boden und ist aufgrund ihrer Färbung nur schwer zu erkennen. Sie ist träg und bissfaul, deswegen wird sie von den Einheimischen oft unterschätzt. Dabei ist ihr Gift für den Menschen lebensgefährlich.

Frösche im Regenwald

Im Regenwald leben die buntesten Frösche. Tropische Wäder bilden mit ihrer ständigen Feuchtigkeit den idealen Lebensraum für Amphibien und sie sorgen für reichlich Nahrung. Denn nirgendwo gibt es mehr und verschiedenartigere Insekten, die Lieblingsnahrung der Frösche.

Frösche im Regenwald (c) bio potsdamAfrikanischer Krallenfrosch (c) MuseoftheViolets

 

 

 

Je farbenprächtiger ein Frosch ist, um so giftiger ist er auch. Die Farbe signalisiert anderen Tieren, dass sie sich besser andere Beute suchen sollen. Denn meist schmecken die giftigsten Frösche auch sehr bitter. Der Krallenfrosch rechts oben lebt in stehenden Gewässern. Seine Haut ist so glatt, dass man ihn kaum zu fassen kriegt. Er frisst am liebsten Insektenlarven und winzigen Fische.

Bewohner der Baumkronen

Das Blätterdach und die höchsten Baumkronen des Regenwaldes sind die Heimat von Schmetterlingen, Flughunden und Buschbabys. Manche Froscharten haben Schwimmhäute ausgebildet, und manche Schlangenarten haben gelernt, meterweit durch die Luft zu segeln. Warum? Hier gibt es reichlich Nahrung. Zu den eindrucksvollsten Bewohnern der luftigen Regionen zählen die Buschbabys. Nachts dringt ihr lautes Weinen durch den Regenwald. Sie weinen aber nicht wirklich, es ist nur ihre Art, sich untereinander zu verständigen.

Galago oder Buschbaby (c) Hans HillewaertBuschbabys besitzen riesige Augen und runde, tellergroße Ohren. Damit hören sie so gut, dass sie selbst die Bewegung von Insekten wahrnehmen können! Insekten zählen nämlich zur Lieblingsspeise der niedlichen Baumbewohner. Buschbabys sind nachtaktiv. Sie fressen Insekten, die nachts unterwegs sind, sowie Früchte und nahrhafte Baumsäfte. Ihren Namen verdanken sie den Lauten, die sie von sich geben. Wenn man nachts durch den Busch geht und ein Baby weinen hört, dann ist es sicher kein Mensch sondern das niedliche Fellwesen mit dem langen Schwanz. Daher kommt auch ihr südafrikanischer Namen "Nagapie", was in Afrikaans "Kleine Affen der Nacht" bedeutet, denn sie sind tatsächlich nur nachts unterwegs. In den Baumkronen bauen die Buschbays ihre Nester, hier ziehen sie ihre Jungen groß. Mit ihren langen Beinen können die Buschbabys zwischen den Baumkronen hin und her springen. Sie können weiter springen als alle anderen Tiere ihrer Größe. Mühelos schaffen sie aus dem Stand 2 m. Buschbabys kommunizieren miteinander, indem sie sich gegenseitig rufen und ihre Wege mit Urin markieren. Wenn die Stummelaffen und Schimpansen aufwachen, gehen die Buschbabys schlafen. Am Ende der Nacht rufen sich die Mitglieder einer Gruppe zusammen, um gemeinsam in einem Nest aus Blättern und Zweigen zu schlafen.

Die zahlreichsten Säugetiere im Regenwald sind die Baumbewohner in den obersten "Stockwerken": Fledermäuse und Flughunde. Sie bevorzugen die Baumkronen, in denen die verschiedenen Arten riesige Kolonien mit manchmal tausend Tieren bilden. Sie machen über 50 Prozent der Säugetierarten des Regenwaldes aus.

Flughund (c) zooch

Flughund gross (c) hyperworx

Flughund (c) blogspot

Besonders zahlreich sind die Flughunde. Die Flugkünstler besitzen eine Flügelspannweite bis zu 1,8 m. Sie gehören zu den Langstreckenfliegern unter den Fledertieren. Im Reich der Flughunde geht es ganz hierarchisch zu. Die größten Flughunde sichern sich die besten Plätze in ihrem Baumrevier. Die kleinen oder schwächeren Flughunde müssen sich mit den unteren Plätzen im Baum begnügen. Ihr Revierverhalten ist dem der Hunde ganz ähnlich. Auch der Kopf der Flughunde ähnelt dem eines Hundes. Doch der Rest des Körpers ist ganz Fledermaus. Flughunde besitzen kein Echolot wie Fledermäuse, da sie sich von ganz anderen Dingen ernähren. Auf dem Speiseplan der Fledermäuse stehen Insekten, Blut und Fleisch. Die Nahrung orten sie nachts mit ihrem Echolot. Flughunde sind die Vegetarier unter den fliegenden Säugetieren. Sie mögen Blütennektar und Früchte. Um diese Nahrung aufzuspüren brauchen sie ein gutes Sehvermögen und einen ausgeprägten Geruchssinn, denn sie gehen nachts auf Futtersuche. Die Blumen und Blüten des Regenwaldes machen es ihnen leicht. Sie verströmen ihre betörendsten Düfte nachts, wenn die Sonne untergegangen ist. So können sie von den Flughunden sicher gefunden werden. Denn Flughunde sind für den Regenwald lebenswichtig. Sie bestäuben Bäume und Blumen und säen ganze Wälder aus. Auf ihrer Futtersuche fliegen sie manchmal in einer Nacht bis zu 60 km. Ganz schön weit für die kleinen Flugkünstler!

Die geheimnisvollen Flughunde standen Pate für einen der gefürchtetsten Waldgeister, das Sasabonsam. Über den schauerlichen Drachengeist werden viele Märchen erzählt. Eines davon findest du in dem Buch: Das Schnarchen des Ungeheuers, Sasabonsam. Von Patrick K. Addai.

Schon gewußt?

Flughunde zählen zu den Überträgern des Ebola Virus, eines der tödlichsten Viren auf unserem Planeten. Mehr über den Ausbruch der Ebola Epidemie

Zu den Ländern, die rund um den Äquator liegen und in denen sich Regenwälder befinden zählen Kamerun, Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo, Uganda, Burundi, Djibuti, Ruanda.

Hier siehst du einen Film über Gorillas im Regenwald von Uganda

Mehr über afrikanische Schlangen erfährst du unter Tiere der Wüste

Bücher über den Regenwald:

Regenwälder. Leben im Dschungel. Von Dieter Schonlau und Sandra Hanke. National Geographik 2012.

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