Sambia liegt im Süden des afrikanischen Kontinents. Etwa 13 Millionen Einwohner leben auf einer Fläche von 752.614 Quadratkilometern.
Sambia liegt mitten im afrikanischen Kontinent. Es ist ein Binnenstaat, ohne Zugang zum Meer. Es verbindet südliches und östliches Afrika. Es ist von acht Ländern umschlossen: Tansania, Mosambik, Angola, die Demokratische Republik Kongo, Simbabwe, Namibia, Malawi und Botswana.
Sambia ist ein sehr schönes, abwechslungsreiches Land mit tropischen Wäldern und weiten Savannen. Der größte Teil besteht aus fruchtbaren Hochebenen, die von tiefen Tälern durchzogen werden. Die höchste Erhebung Sambias bilden die Mafinga Hills. Das Gebirge im Nordwesten Sambias zieht sich über eine Länge von etwa 100 Kilometern. Der Mafinga ist mit 2.300 Metern der höchste Gipfel des Gebirges. Die Landschaft Sambias wird stark geprägt von seinen Flüssen und Seen.

Der Sambesi bildet im Süden die natürliche Grenze zu Simbabwe mit dem riesigen Kariba Stausee. Er versorgt die beiden Länder mit Strom. Der Kongo fließt durch den Norden von Sambia. Von den beiden großen Flüssen zweigen viele kleinere Nebenflüsse ab, die für fruchtbaren Boden sorgen. Im Westen des Landes erstreckt sich die Halbwüste Kalahari, die bis nach Botswana reicht. In Sambia herrscht ein tropisches Klima, mit zwei Trockenzeiten und einer Regenzeit. Die Regenzeit reicht von Dezember bis April. In dieser Zeit wird es bis zu 38 Grad heiß. Während der Trockenzeit ist es kühler.

Sambia hat seinen Namen vom Sambesi. Der viertgrößte Fluss Afrikas entspringt im Hochland von Sambia. Auf der Karte oben rechts kann du den Verlauf des Flusses sehen. Der Sambesi wird von den Einheimischen „donnernder Fluss“ genannt, da er in seinem Lauf viele Wasserfälle passiert. Die Victoriafälle sind die bekanntesten Wasserfälle Afrikas. Man hört das Donnern der Wassermassen noch in einer Entfernung von 30 Kilometern. Der Sambesi stürzt über eine Länge von fast zweitausend Meter in die Tiefe. Der Sambesi ist streckenweise nicht schiffbar. Deshalb verbinden Straßen und eine Eisenbahnlinie die Hauptstadt Lusaka mit den Häfen in Tansania, Angola und Mosambik. Mehr über den Sambesi
In den Tropenwäldern im Oberlauf des Sambesi sind die Bewohner fast unsichtbar. Die Waldbewohner sind Chamäleons, Gabunvipern, grüne Meerkatzen und eine Vielzahl von bunten Vögeln, Schmetterlingen und Insekten. Im Unterlauf des Flusses kann man eines der üppigsten Feuchtgebiete Afrikas bewundern. Dieses Gebiet ist ein Eldorado für die Tierwelt. An den Flussufern des Sambesi brüten Scharen von Wasservögeln. Der Fischadler kommt häufig vor und ist auf der Flagge von Sambia verewigt. In der Savanne leben Büffel-, Elefanten- und Antilopenherden. Ebenso können Löwen und Zebras in freier Wildbahn beobachtet werden. Nashörner, Affen, Paviane, Wildschweine, Nilpferde und Krokodile sind mit ein wenig Glück ebenfalls zu sehen. Viele seltene Vogelarten sind im Lochinvar-Nationalpark beheimatet. Wo Vögel leben, findet man viele Insekten. Wenn du das Bild links oben genau betrachtest, dann entdeckst du das Blattinsekt. Es siehst aus wie ein Blatt und besitzt damit eine ausgezeichnete Tarnung. Mehr über die Tiere der südlichen Savannen
Lusaka ist die Hauptstadt Sambias mit über einer Million Einwohnern. Sie bildet das politische und wirtschaftliche Zentrum. Sie liegt im Süden des Landes auf einem über 1 000 Meter hohen Plateau. Das Zentrum der Stadt ist von großen und modernen Hochhäusern geprägt. Viele Versicherungen, Banken und andere Unternehmen haben sich im Zentrum niedergelassen. Auch viele Industriebetriebe haben sich in Lusaka angesiedelt. An den Rändern siedeln die Arbeitslosen und Armen in einfachen Hütten. Zu den besonderen Attraktionen der Stadt zählen die zahlreichen Museen, das Freiheitsdenkmal und die bunten Märkte. In der Nähe der Stadt befindet sich der größte internationale Flughafen Sambias.
In Sambia leben etwa siebzig verschiedene Bantu-Völker. Alle sprechen ihre eigene Sprache oder einen Dialekt. Sieben afrikanische Sprachen sind offiziell anerkannt. Englisch ist die Amtssprache Sambias. Englische Missionare versuchten, die einheimische Bevölkerung zum christlichen Glaubenzu bekehren. Seitdem sind etwa die Hälfte der Bevölkerung Christen. Doch die übrigen Sambier sind ihrem afrikanischen Glauben treu geblieben.
Gleich nach der Unabhängigkeit 1963 wurden in der Hauptstadt Lusaka die ersten Schulen des Landes gebaut und die Staatsuniversität von Sambia gegründet. Ihr Besuch ist jedoch nur den wohlhabenden Schichten von Sambia möglich. Die Schulen in Sambia sind an das englische Schulsystem angepaßt. Für die Primary School gilt Schulpflicht. Die Eltern müssen kein Schulgeld bezahlen. Aber für Schulkleidung und Unterrichtsmterial sind die Kosten hoch. So kommt es, dass trotz Schulpflicht nicht alle Kinder eingeschult werden. Ab dem Wechsel in die Secondary School fällt Schulgeld an, durchschnittlich etwa 30 Euro im Monat. Viele Eltern verdienen zu wenig, um für alle Kinder das Schulgeld Kinder aufzubringen. So kommt es, dass viele Mädchen in Sambia keinen Abschluß machen und auch nicht weiterführende Schulen besuchen.
Die ganze Nation ist fußballbegeistert, deshalb spielen die Jungs in ihrer Freizeit Fußball. Nicht nur in Sambia spielen Kinder Ichingelele, dazu braucht man nur einen Stock und einen Reifen. Es ist gar nicht so einfach, den Reifen mit dem Stock schnell vorwärts zu bewegen. Aber die Kinder sind sehr geschickt und machen richtige Wettbewerbe. Jungs auf dem Land üben sich schon früh in Ringkämpfen oder in Kämpfen mit Stöcken. Sie präparieren sich Stöcke aus hartem Holz und kämpfen damit wie mit Schwertern. Manchmal geht es richtig zur Sache und dann kommt es schon mal zu ernsthaften Verletzungen.
Der Großteil der Einwohner Sambias arbeitet in der Landwirtschaft. Doch der Bergbau nimmt immer mehr zu. Im Land gibt es viele Bodenschätze, welche für die Wirtschaft von großem Nutzen sind. Zu den Bergbauprodukten zählen vor allen Dingen Kupfer und Kobalt. Rund ein Drittel des gesamten Kupfervorkommens der Erde ist in Sambia zu finden. Auch Zinn, Blei und andere Bodenschätze werden abgebaut. Daneben spielen der Tourismus, der Dienstleistungssektor und Kommunikation eine immer größere Rolle in der Wirtschaft des Landes.
Die Victoriafälle sind für jeden ein Erlebnis, der das südliche Afrika bereist. Die Stadt Livingstone in der Nähe der Victoria Falls Bridge bildet den Ausgangspunkt für eine Safari zu den berühmten Victoriafällen. Die Victoriafälle zählen heute zum Weltnaturerbe der UNESCO. In den zahlreichen Nationalparks kann man die reiche Tierwelt des südlichen Afrika kennenlernen. Der Kafue-Nationalpark im Süden des Landes ist Heimat für viele und seltene Vogelarten. Auch der Lochinvar-Nationalpark ist bekannt für die Vogelartenvielfalt. Im South-Luangwa-Nationalpark kann man große Wildtiere beobachten wie Giraffen, Löwen, Elefanten, Büffel, Antilopen oder auch Wildhunde.
Neben christlichen Feiertagen, Neujahr und dem Afrika Tag am 24. Mai feiern die Völker Sambias viele und sehr verschiedene, traditionelle Feste. Es gibt Ahnenfeste, Erntedankfeste und Feste, in denen die alten Traditionen gefeiert werden. Zu den bekanntesten Festen gehört Kazanga. Dieses Fest wird zwischen Juni und August gefeiert, es zählt zu den ältesten Traditionen Sambias. Hier lernt man die alten Bräuche der Bantu Völker kennen und kann ihre Musik und ihre Tänze bewundern. Etwa um Ostern herum wird das Kuomboka gefeiert, das berühmteste Festival Sambias. Es handelt sich dabei um die zeremonielle Wanderung des Lozi-Königs von der trockenen Region bei Lealui zur feuchteren nach Limulunga. An diesem Tag wird der König, der festlich wie ein Botschafter gekleidet ist, von Hunderten von Helfern zu musikalischer Begleitung in sein neues Domizil gebracht.
In prähistorischer Zeit waren die San in Sambia beheimatet, ehe sie von den Bantuvölkern vertrieben wurden. Die Malereien am Kifubwa Felsen bei Solwezi stammen von den San. Im dritten Jahrhundert nach Christus zog es einige Bantuvölker nach Sambia. Dazu zählten die Ndbele, Shona oder Tonga. Sie Sie ließen sich in den Flusstälern nieder und bewirtschafteten das Land. Neben dem Ackerbau betrieben sie auch Viehzucht. Die Bevölkerung wuchs, große Siedlungen entstanden. Um das zehnte Jahrhundert nach Christus begannen die Bantuvölker bereits Handel mit den Arabern zu treiben. Gehandelt wurde mit Elfenbein, Gold und auch mit Kupfer. Mehr über die Geschichte von Sambia
Nach einem Staatsstreich kam es in den neunziger Jahren zu ersten freien Wahlen. Seitdem befindet sich Sambia auf dem Weg zu einer Demokratie. Wirtschaftlich hat sich viel verbessert. Einst zählte das Land zu den ärmsten Ländern Afrikas. Doch Sambia konnte in den letzten Jahren seine Wirtschaftsleistung verbessern. Das Einkommen wuchs. Das liegt vor allen Dingen an der politisch stabilen Lage. Die wichtigste Aufgabe der Regierung besteht heute darin, die Bildungsmöglichkeiten für Kinder zu verbessern. Denn das Land kämpft mit den Folgen der Aids Epidemie. Viele Kinder haben ihre Eltern verloren. Die meisten leben bei Verwandten. Aber viele Jungendliche müssen sich alleine durchschlagen. Sie arbeiten auf den Märkten, helfen beim Fischfang oder in der Landwirtschaft. Erst langsam unternimmt die Regierung etwas, um auch die Berufsausbildung der Jugendlichen zu verbessern.
Aus Sambia sind viele Märchen bekannt. Die Märchen und Legenden der Shona, der Ndebele und der San, die in Sambia beheimatet sind, erzählen, wie wichtig Wasser für die Tiere des Landes ist. Die Geschichte Elefant und Regen handelt vom Kampf um das kostbare Wasser. Hier kannst du das Märchen Elefant und Regen anhören
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Der große Diercke Kinderatlas von Ulf Dr. Zahn, Achim Bröger und Johann Brandstetter
Der große Weltatlas von Philip Steele.
Das Bertelsmann Kinder Länderlexikon von Marcus Würmli und Ute Friesen
Meyers Länderlexikon für Kinder von Liane Apelt und Isabel Große Holtforth
Meine große Kinderwelt von Katja Baier
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