Francis Bebey, wurde 1929 in einem Vorort Doualas, in Kamerun, geboren, das damals noch unter französischer Kolonialherrschaft stand. Er war Schriftsteller und Musiker, sein stimmungsvoller Roman Regenkind (Le fils d’Agathe Moudio), wurde mit dem Grand Prix Littéraire de l’Afrique Noir ausgezeichnet.
Francis Bebey liebte es, als Kind auf einer traditionellen Pygmäen Flöte zu spielen. Die Waldmenschen in den Tropenwäldern Südkameruns sind bekannt für dieses Instrument, das sich durch einen ganz charakteristischen Klang auszeichnet. Später lernte er Daumenklavier und – als typisch westliches Instrument – Gitarre spielen. Musik wurde immer mehr zu seinem Schwerpunkt. Nachdem er in Paris und New York City studiert hatte, zog er in den sechziger Jahren ganz nach Paris. Er arbeitete für Rundfunksender, später recherchierte er im Auftrag der UNESCO traditionelle afrikanische Musik. Er begann zu komponieren und experimentierte mit verschiedenen Musikstilen, mixte afrikanische mit lateinamerikanischen und westlichen Elementen. Aus diesem Grund wird er von manchen als „Vater der Weltmusik“ bezeichnet. Francis Bebey schrieb neben seinen Gedichten und Romanen auch zwei Bücher über afrikanische Musik. Er starb 2001 in Paris, wo heute zwei seiner Kinder leben. Sein Sohn Patrick ist auch Musiker geworden, er beherrscht wie sein Vater die traditionellen afrikanischen Instrumente einschließlich der besonderen Pygmäen-Flöte. Manchmal tritt er bei Konzerten auch in Deutschland auf.