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Afrika und seine Länder

Sneakers by Sanki (c) BlueConKomm mit zu einem Streifzug durch Afrika . Entdecke die Länder, die einzigartigen Savannen und Wüsten, reissende Flüsse und pulsierende Städte. Erlebe spannende Naturschauspiele und die größten, wildlebenden Tiere der Erde.

Afrikanische Länder     

In Afrika gibt es 54 Länder, in denen mehr als dreitausend Völker leben. Es werden mehr als zweitausend Sprachen gesprochen. Die Länder Nordafrikas sind vorwiegend islamisch-arabisch geprägt. Sie sind durch die Sahara vom südlichen Afrika getrennt.

Busstation in Dakar in Senegal

Jugendlicher in Nairobi (c) Daniel JokijoKapstadt Hafen

Afrika südlich der Sahara umfasst sehr verschiedenartige Länder, die von Bantuvölkern wie auch von den ursprünglichsten und ältesten Völkern der Erde besiedelt sind wie den Pygmäen und den San, die sich Buschmenschen nennen. Früher wurde das südliche Afrika als Schwarzafrika bezeichnet. Nicht nur, dass diese Sicht rassistisch war, sie hat den Blick auf die Vielfalt der Länder südlich der Sahara verstellt. Mehr über afrikanische Länder

Afrika ist der bunte Kontinent

Der afrikanische Kontinent - vom Sateliten aus gesehenAfrika ist der zweitgrößte Kontinent der Erde mit einer Fläche von über 30 Millionen Quadratkilometern. Er gilt als der älteste Kontinent, Gesteinsformationen in den Felsgebieten Namibias hatten ein Alter von mehr als 550 Millionen Jahren. Afrika ist umgeben von zwei Ozeanen. Im Westen erstreckt sich der Atlantische Ozean, im Osten der Indische Ozean. Oberhalb des Horns von Afrika liegt das rote Meer. Es trennt Afrika von der arabischen Halbinsel. Im Norden liegt das Mittelmeer, es trennt Afrika von Europa. An der schmalsten Stelle zwischen den beiden Kontinenten befindet sich die Straße von Gibraltar. Hier ist es ein Katzensprung nach Europa. Die Entfernung beträgt nur 14 km. Wie bunt Afrika ist, erfährst du hier aus der Sicht eines Buschpiloten

Afrika ist der Kontinent der weiten Savannen, Regenwälder und Wüsten  

Afrika ist der Kontinent der beeindruckenden Landschaften und der überwältigenden Naturgewalten. Die Landschaften und Klimazonen könnten nicht gegensätzlicher sein. Die Sahara ist die trockenste  Region der Erde, der Urwald im Kongo ist die regenreichste. Zwischen Nordafrika und dem südlichen Afrika liegt die Wüste Sahara.

Regenwald in Gabun (c) Nik 06

Die Wüste Sahara

Savanne in der Serengeti

 

 

Der Äquator verläuft fast durch die Mitte des Kontinents. Rund um den Äquator entstanden tropische Regenwälder. Nördlich und südlich der Regenwälder haben sich riesige Savannengebiete entwickelt. Sie zeugen von den Urzeiten der Erde. Der afrikanische Grabenbruch erstreckt sich  durch das östliche Afrika. In dem Rift haben sich einige der tiefsten Seen der Erde gebildet, wie der Turkanasee, der Kiwu- und der Tanganjikasee. Auch der Victoriasee ist Teil des Grabenbruchs. In diesem Gebiet liegen einige der schönsten Nationalparks wie der Virunga Nationalpark (Demokratische Republik Kongo), die Heimat der Berggorillas, der Ruwenzori und Queen Elizabeth Nationalpark (Uganda) und die Serengeti (Kenia).

Hohe Gebirgszüge

Im Nordwesten Afrikas zieht sich das Atlasgebirge durch Marokko, Algerien und Tunesien. Der höchste Berg ist der Toubkal mit einer Höhe von mehr als 4 000 m. Das Atlasgebirge trennt die Küsten des Mittelmeeres und des Atlantiks von der Sahara.

Olivenmühle im Hohen Atlas (c) Jerzy Strzelecki

Hoher Atlas (c) Levente32

Ukalamba, Drakensberge (c) Lukas Kaffer

Durch den herrschenden Vulkanismus im ostafrikanischen Grabenbruch bildeten sich die „Berge des Mondes“, das Ruwenzori Gebirge, das sich über 160 km durch Uganda und Die Demokratische Republik Kongo zieht. Das Mount Kenia Massiv und der Kilimandscharo mit fast 6 000 m zählen zu den höchsten Bergen Afrikas. Der Kilimadscharo liegt an der Grenze zwischen Kenia und Tansania und ist weltbekannt wegen seiner verschneiten Gipfel, obwohl er nur 300 km vom Äquator entfernt liegt.

 Afrikanische Flüsse

Am deutlichsten wird der afrikanische Kontinent durch seine Flüsse geprägt. Der längste Fluss ist der Nil, der nordwärts fliesst und in das Mittelmeer mündet. Der Nil macht das Leben in den heißen, trockenen Gebieten von Ruanda, Sudan und Ägypten erst möglich. Der Niger fliesst durch fünf Länder und verbindet die Handelsvölker der Wüste mit den Völkern Westafrikas.

Sambesi, Victoriafälle (c) Zest-pic

Der Fluss Niger

Nil bei Luxor (c) Hajor

Der Kongo durchläuft mehrere westafrikanische Länder und mündet in den Atlantik, der Orange Fluss zieht sich durch Südafrika und mündet in den Atlantik. Der Niger fliesst durch sechs westafrikanische Länder. Dabei berührt er an seinem nördlichsten Punkt fast die Sahara, bevor er sich südwärts wendet und dann in westlicher Richtung dem Atlantik zustrebt. Der Sambesi ist der einzige große Fluss, der Richtung Osten verläuft und in den Indischen Ozean mündet. Der Sambesi gilt als der schönste der afrikanischen Flüsse, eine seiner Attraktionen sind die Victoria Wasserfälle. Mehr zu den Landschaften Afrikas

Afrika ist die Heimat der meisten wildlebenden Tiere der Erde 
In den unterschiedlichen Vegetationszonen Afrikas konnte sich die artenreichste Tierwelt der Erde entwickeln. In der Savanne sind mehr Großtiere wie Zebras, Elefanten, Giraffen, Büffel, Gnus oder Löwen beheimatet als irgendwo sonst auf der Welt. Einzigartig sind die jahreszeitlichen Wanderungen der großen Tierherden durch die Savannen Ost-, Zentral- und Südafrikas.

Büffelherden (c) Google earth africa

Elefanten im Okvangodelta (c) Google Earth Africa

Kamele (c) Google Earth Africa

Die Savannen sind das Wandergebiet der großen Tierherden, der Büffel, Gnus und Zebras, die zu Beginn der Regenzeit in die fruchtbaren Gebiete wandern. Ihnen auf den Fersen sind die Raubtiere der Savanne wie Löwen, Hyänen und Panther Mehr über die Tiere der Savanne. Unter den Tieren des Regenwaldes sind die Affen und Schimpansen tonangebend. Hier leben die buntesten Vögel und die vielfältigsten Amphibien, Insekten und Käfer. Die Tiere der Wüste zählen zu den genügsamsten Tieren Afrikas wie Dromedare oder Kamele. Die Tiere des Sahel sind Grenzgänger zwischen Wüste und Savanne wie viele Antilopenarten. Tiere der Sümpfe und Wüsten im südlichen Afrika sind verwandt mit den Tieren der Savanne, aber auch eigene Arten sind hier heimisch wie zum Beispiel die Erdmännchen.

Afrika ist der älteste Kontinent

Die ältesten Vorfahren AfrikasWo lebten die ersten Menschen? Forscher sind sich heute einig, dass sich die ersten Menschen in Afrika entwickelten. Sie stießen in den Kalksteinhöhlen von Südafrika und in Äthiopien, Kenia und Tansania auf die ältesten Fossilien unserer Vorfahren. Fossilien sind Knochen- und Skelettteile, aus denen man schließen kann, ob sie von Menschen oder von Tieren stammen. Die frühesten menschlichen Knochenfunde sind etwa zwei Millionen Jahre alt wie die Überreste von Mrs. Ples, einer südafrikanischen Vorfahrin von uns Menschen. Du kannst sie im Transvaal Museum in Pretoria bestaunen. Seit man hier die ältesten Spuren von Menschen gefunden hat, bezeichnet man Afrika als Wiege der Menschheit. Mehr zur Geschichte Afrikas

Afrika ist der jüngste Kontinent 

In Afrika leben mehr als eine Milliarde Menschen. Beinahe jeder zweite Afrikaner ist jünger als fünfzehn Jahre. Deshalb wird Afrika als jüngster Kontinent bezeichnet. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt von Viehzucht und Ackerbau. Viele arbeiten auf industriell betriebenen Großplantagen, auf denen Bananen, Kakao oder Kaffee für den Export angebaut werden. Doch immer mehr Menschen zieht es in die Städte. An den Stadrändern von Lagos, Kinshasa, Nairobi oder Johannesburg haben sich Slums gebildet, in denen die Menschen meist ohne sanitäre Anlagen und Strom leben.

Tänzer bei der Einweihung des Robyn-Orlin-City Theaters in Paris

Großstadt in Ostafrika

Tanzende Mädchen in einer Schule in Ghana

 
Afrika ist arm und reich

Ölförderung in Mali (c) MagharebiaDie Armut in Afrika steht in krassem Gegensatz zu dem Reichtum, der sich in den Böden Afrikas findet. In Ländern wie Ghana, Südafrika oder Nigeria werden einige der wertvollsten Bodenschätze gefördert wie Diamanten, Gold, Kupfer, Erze und Erdöl, in Niger und Mali wird Uran abgebaut. Seltene Erden finden sich in den Böden der Sahelländer. Doch die Mehrheit der Bevölkerung hat oft nur geringen Anteil daran. Die Ursachen liegen in den autokratischen Regierungen einer Reihe von afrikanischen Ländern. Häufig sind diese Regierungen ein Erbe der Kolonialzeit. Ein anderer Grund ist die Stellung Afrikas im Welthandel. Unfaire Wettbewerbsbedingungen verhindern, dass Afrika für seine Waren angemessene Preise erzielen kann. Die Ghanaer sagen dazu: "Der Handelswettbewerb zwischen Afrika und dem Westen ist wie der Wettkampf zwischen einer Giraffe und einer Antilope um die besten Früchte hoch oben im Baum."

Ubuntu - die afrikanische Art der Demokratie

Einige afrikanische Länder haben eine Demokratie in unserem Sinn, mit Meinungsfreiheit, gerecht verteilten Bildungschancen und Achtung der Menschenrechte. Diese Länder verändern den Kontinent. Überall, wo die Bevölkerung über die Geschicke ihrer Länder mitbestimmt, wird der Reichtum gerechter verteilt. Das afrikanische Wort für Demokratie heißt Ubuntu. Mehr über Ubuntu

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