Meja Mwangi, 1948 in Nanyuki, Kenia geboren, als Kenia noch unter britischer Kolonialherrschaft stand. Er schreibt Romane und Kinderbücher, in denen der Rassismus der Kolonialzeit und der Widerstand gegen die Briten eine große Rolle spielt. Er gilt neben Ngugi wa thong’o als wichtigster Schriftsteller seines Landes. 1992 erhielt er für Kariuki den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Meja Mwangi ist ein Kikuyu. Seine Geburtsstadt Nanyuki liegt in der Hochebene Kenias, im Gebiet des einstigen Mau Mau Aufstandes gegen die britische Kolonialmacht. Sein Bruder gehörte zu den Widerständlern und kämpfte viele Jahre gegen die Briten. Meja Mwangi besuchte die Nanyuki Secondary School. Nach seinem Abitur arbeitete er als technischer Angestellter für die French Broadcasting Corporation und beim British Council in Nairobi. Dann kam ihm das Buch Weep Not, Child von Ngugi wa Thiong’o in die Hände. Er war so elektrisiert von der Geschichte, dass er beschloss, auch Schriftsteller zu werden. 1971 immatrikulierte er sich am Kenyatta-College in Nairobi und startete seine ersten Schreibversuche. Für einen ersten Roman Kill Me Quick, (ironische Bezeichnung für den Changaá, einen schwarz gebrannten Schnaps) über die arbeitslosen Slumbewohner von Nairobi wurde er mit dem Jomo Kenyatta Award ausgezeichnet. In seinem historischen Roman Wie ein Aas für Hunde (1974), beschreibt er das Leben und den tragischen Untergang des Mau-Mau-Generals Haraka in den Wäldern am Mount Kenia. Meja Mwangi arbeitete auch an großen Filmprojekten mit wie Jenseits von Afrika, zu dem nigerianischen Film Cry Freedom (1981) schrieb er das Drehbuch.
Mehr über den Autor erfahrt ihr auf seiner Website: www.mejamwangi.com