von Tsitsi Dangarembga (Simbabwe), aus dem Englischen von Ilija Trojanow. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1999.
Für Tambu, Mädchen vom Land und Kind sehr armer Eltern, scheint das Leben schon gelaufen zu sein, noch bevor es richtig begonnen hat. Durch den unerwarteten Tod ihres Bruders wendet sich das Blatt. Ihr vermögender, westlich gebildeter Onkel setzt gegen die Widerstände ihres Vaters durch, dass sie den Platz des Bruders in der Missionsschule einnimmt. Sie geht ihren eigenen Weg, wohlwissend, dass sie die Geborgenheit von Familie und Tradition verlieren wird. Ihre Befreiung gelingt nur um den Preis der Entfremdung von den eigenen Wurzeln. Das lernt sie am Beispiel ihrer Cousine Nyasha, die aus England nach Rhodesien zurückgekehrt ist. Sie wird zerrieben zwischen den Ansprüchen ihres traditionsbewussten Vaters und ihrem eigenen Bestreben, ein freies, westliches Leben zu führen.
„…die Geschichte, die ich hier erzählt habe, ist meine eigene Geschichte, die Geschichte von vier Frauen, die ich geliebt habe, und die Geschichte unserer Männer; es ist die Geschichte davon, wie alles begann.“ Tsitsi Dangarembga