
In Afrika entwickelten sich vor drei Millionen Jahren unsere Vorfahren. Die Urmenschen konnten auf Bäume klettern, um sich vor gefährlichen Raubtieren in Sicherheit zu bringen. Sie gingen wie wir auf zwei Beinen. Dann entdeckten sie, wie man Feuer macht. Das war etwa 800 000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. War das der Beginn der menschlichen Entwicklung? Vermutlich, denn diese Vorfahren konnten ihre Nahrung kochen und mehr Eiweiß verzehren. Dadurch entwickelten sie über Jahrhunderte größere Gehirne. 200 000 Jahren fanden Forscher Spuren von den ersten intelligenten Urahnen. Sie liessen darauf schließen, dass diese Urahnen Werkzeuge herstellen konnten. Die Forscher nannten sie „homo sapiens“, das bedeutet, „Menschen, die ihren Verstand gebrauchen“.
Die ältesten Überreste unserer Vorfahren wurden in Kalksteinhöhlen in Südafrika wie auch in Kenia und Äthiopien, entlang dem großen Grabenbruch entdeckt. Das Skelett von Lucy, das rechts zu sehen ist fanden Forscher in Äthiopien. Es ist etwa 3,5 Millionen Jahre alt. Die ersten Menschen lebten als Jäger und Sammler. Sie fertigten Werkzeuge aus Steinen, die sie mit Feuer zu Messern geformt hatten.

Vor etwa 60 000 Jahren herrschte eine der letzten Eiszeiten. Nahrung war schwer zu finden. Deshalb verließen die ersten Menschen den Kontinent Richtung Asien. Vermutlich sind sie Tierherden gefolgt, die nach fruchtbaren Weideplätzen suchten. Diese Menschen haben auf ihrem Weg durch die Kontinente genetische Spuren hinterlassen. Diese Spuren finden sich in den Genen der meisten heutigen Menschen wieder. Das bedeutet, dass wir vermutlich alle Afrikaner sind.
Vermutlich hatten auch unsere europäisichen Vorfahren eine schwarze Hautfarbe. Amerikanische Genforscher haben herausgefunden, dass die weiße Hautfarbe erst lange nach der Ankunft des modernen Menschen in Europa entstand. In der Jungsteinzeit "verblasste" die europäische Bevölkerung.
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