Im 5. Jahrhundert vor Christus entstand am Horn von Afrika das Reich von Aksum. Aksum befand sich im Norden des heutigen Äthiopien. Es lag geschützt in einem Tal, umgeben von zwei kleinen Flüssen. In alten Reiseberichten heißt es, dass das Gebiet um Aksum damals ein fruchtbares Land war, in dem es viel regnete. Tatsächlich war es so fruchtbar, dass Menschen vom südlichen Arabien in die Region einwanderten. Viele vorchristliche Tempel und steinerne Throne erinnern an diese Zeit. Aksum war einst die Residenz eines Königs, wuchs aber bald zu einem Weltreich an. Die Hafenstadt Adulis am Roten Meer gestattete rege Handelsbeziehung mit Arabien und Indien.
Ein bekannter König von Aksum war König Ezana. Er verkündete 350 nach Christus die christliche Religion zur Staatsreligion. Aksum wurde zum ersten christlichen Königreich der Welt. Es war auch das erste Reich südlich der Sahara, das eine eigene Münzprägung besaß. In seiner Blütezeit wurde Aksum neben China, Persien und Rom zu den vier bedeutenden Weltmächten gezählt. Nach vielen Jahren der Trockenheit ging das Reich im Jahr 800 nach Christus unter. Noch heute erinnern die Stelenfelder und Grabdenkmäler an das Reich von Aksum. Eine Legende aus dem Altertum siedelt den Ursprung von Aksum bei der Königin von Saba und König Salomon an. Mehr über die Legende von der Königin von Saba