Die unermesslichen Goldschätze der Nubier waren weltweit begehrt. Im Lauf der Jahrhunderte lernten die Nubier von den Ägyptern alles über Baukunst, Staatswesen und Handel. Sie knüpften Handelsbeziehungen zu den Babyloniern. Sie begannen die Schifffahrt auf dem Nil Richtung Norden zu beherrschen und verlangten Zölle von den Schiffern. Manche waren darüber so empört, dass sie ihre Schiffe auseinander nahmen und über viele Kilometer weit trugen. Um 750 vor Christus gründeten die Nubier das Reich von Kusch.
1000 Vor Christus entstand südlich von Ägypten das Königreich von Kusch.Die Nubier lebten südlich von Ägypten, im Gebiet des heutigen Sudan. Im Unterschied zu den Ägyptern hatten sie eine schwarze Hautfarbe. Aus diesem Grund nannten die ersten griechischen Reisenden die Nubier "die von der Sonne Verbrannten". Auch die Nubier nutzten die fruchtbaren Ufer des Nils für ihre ersten Siedlungen. Sie entwickelten ähnlich wie die Pharaonen ein Weltreich. Anfangs war Kusch noch stark von der ägyptischen Kultur abhängig und auch davon geprägt. Um 700 vor Christus waren sie so mächtig, dass sie das ägyptische Reich eroberten. Der bekannteste schwarzafrikanische Pharao war Taharqa. Er herrschte etwa 690 vor Christus über das gesamte ägyptische Reich.
663 vor Christus drangen Assyrer aus dem Nordosten ins Land und zwangen die Kuschiter zum Rückzug ins südliche Sudan. Hier gründeten sie am Oberlauf des Nils zwischen dem 5. und 6. Katarakt die Stadt Meroë. Für die nächsten Jahrhunderte bildete diese Stadt die Drehscheibe für den Handel der Mittelmeeranrainer mit Zentralafrika. So gelangten Gold, Elfenbein und afrikanische Kriegselefanten nach Ägypten und in den Vorderen Orient. Bis heute sind die pyramidenförmigen Grabbauten der Könige von Meroë erhalten geblieben.