Das Kaiserreich von Abessinien umfaßte Teile des heutigen Äthiopien und Eritrea. Es wurde 980 vor Christus von Menelik I gegründet und währte mit Unterbrechungen bis 1974.
Von Menelik wird berichtet, dass er einige Zeit bei seinem Vater König Salomon in Jerusalem verbrachte. König Salomon wollte, dass Menelik sein Nachfolger würde, Doch Menelik beschloss, nach Äthiopien zurück zu kehren. Zum Abschied übergab ihm sein Vater die Tafeln mit den Zehn Geboten, die Menelik nach Äthiopien brachte. Manche Forscher vermuten auch heute den Aufenthaltsort der Bundeslade in Äthiopien.
Zum Schutz dieser bedeutenden Reliquie steht in jeder äthiopischen Kirche eine Replik dieser Tafeln, damit niemand weiss, welche die richtigen sind. Da'amot lag im nördlichen Äthiopien und war von arabischen Einflüssen geprägt. Aksum wurde im 1. Jahrhundert nach Christus an der Küste des Roten Meeres gegründet. Die Gründungsväter waren Seefahrer, die von den Monsunwinden bis nach Indien getragen wurden. Sie trieben Handel mit arabischen Völkern und mit dem römischen Reich. In der Spätantike entwickelte sich das Reich zu einem der bedeutendsten Königreiche der Region.