„Menschliches Miteinander“ bedeutet das Wort Ubuntu aus der Sprache der südafrikanischen Zulu. Es steht für eine afrikanische Art der Demokratie und ist vergleichbar mit direkter Demokratie, wenn strittige Fragen in einem Volksentscheid entschieden werden. Jeder in einer Gemeinschaft nimmt am Rat des Dorfes teil und trägt zur Entscheidungsfindung bei. Das gute Einvernehmen kann im Kreis der Familie herrschen oder zwischen einem Chief, dem Oberhaupt eines Dorfes und den Bewohnern. Nach den Regeln des Ubuntu kann eine Gemeinschaft ihren Chief auch abwählen, wenn er seinen Job nicht gut macht. Wenn eine Gemeinschaft zu einer guten Entscheidung gelangt, wird das mit einem afrikanischen Bier gefeiert. Afrikanisches Bier wird übrigens aus Hirse oder Bananen gebraut. Wie das geht, erfährst du in dem afrikanischen Roman Die Kinder der Regenmacher
Ubuntu bedeutet auch eine Art universelles Band, das alle Menschen verbindet. Diese Form der Teilhabe oder des Teilens existiert auch im Worldwide Web. Nur wer die Technik anwenden kann wird wahrgenommen und kann etwas bewirken. In diesem Sinn bezeichnet Ubuntu nicht nur eine afrikanische Philosophie sondern auch eine weltweite Übereinkunft unter Software-Herstellern. Die Entwickler von Linux versuchen mit Ubuntu ein einfach zu installierendes und leicht zu bedienendes Betriebssystem schaffen. So dass beinahe jeder im Worlwide Web teilnehmen kann. Auch hier ist Demokratie gefragt! Das Projekt wird vom Unternehmen Canonical Ltd. gesponsert, das – wie kanns anders sein - von einem Südafrikaner gegründet wurde, von Mark Shuttleworth. Wer übrigens genau in die Hütte unserer Seite schaut, entdeckt im Regal ein „Ubuntu“-Buch!