AFRIKA ERZÄHLT JUNIOR - KINDER Sprache EN | DE

Westafrika und der Sahel

Westafrika erstreckt sich von der senegalesischen Atlantikküste bis hin zum Tschad-See. Die Sahara bildet die nördliche Begrenzung, der Golf von Guinea die südliche. Der Westen von Afrika wird geprägt durch abwechslungsreiche Küsten und durch den Niger, der sich in einem großen Bogen durch den Sahel zieht.

Die Länder von Westafrika

Der Sahel ist nur ein spärlich bewachsenes Land, doch für die Wüstenvölker bedeutet er das rettende Ufer. Hier wachsen die ersten Pflanzen und tiefe Brunnen spenden Wasser.

Der Sahel

Brunnen in der Sahelzone (c) Peter von Sengbusch Wüstenvölker wie die Tuareg bezeichnen das Gebiet südlich der Sahara als Ufer. Denn nach wochenlangen Wanderungen durch die Wüste finden sie hier die ersten Weidegründe für ihre Kamele, Rinder und Ziegen. Sie wissen genau über die Trocken- und Regenzeiten Bescheid und kennen die Entfernung zwischen den Brunnen und Wasserstellen. So können sie mit ihren Kamelkarawanen selbst weite Strecken durch den Sahel bewältigen. Mehr über den Sahel und über die Tuareg

Die Küste von Westafrika

Ankobra Beach an der Küste Ghanas Die Atlantikküste von Senegal bis Nigeria wird bestimmt durch Mündungsgebiete, Lagunen und herrliche Strände. An die Küste schließt sich die Plateaulandschaft der Sahel-Sudan-Zone, die streckenweise durch großräumige Becken eingedellt ist. Nur drei Gebirge erheben sich: der Fouta Djallon in Guinea, das Aïr-Gebirge in Niger und die Atakora-Gebirgskette in Benin. An der Atlantikküste gibt es dichte Wälder, Sümpfe und fruchtbares Ackerland. Malerische Fischerdörfer und eindrucksvolle Hafenstädte säumen die Küste. Die meisten Hafenstädte sind aus einstigen Handelsstationen entstanden, die europäische Händler im 16. Jahrhundert anlegten.

Der Niger

Der Fluss Niger

Der Niger ist der größte Fluss Westafrikas. Von allen afrikanischen Flüssen hat er den eigenartigsten Verlauf. Er entspringt im Westen, im Fouta Djallon Gebirge. Statt nach Westen Richtung Atlantik zu fliessen richtet er sich nach Osten, wendet sich in einem großen Bogen nach Norden und durchquert dabei vier Länder. Er prägt den Sahel wie kein anderer Fluss. Durch seinen sonderbaren Verlauf bildet er die wichtigste Verkehrsader zwischen den handeltreibenden Nomadenvölkern im Norden und den Völkern im Süden. Er mündet in einem großen Delta in den Atlantik. Mehr über den Niger

Die Gebirge von Westafrika

Fouta Djallon Berge (c) HyapoDrei Gebirge erheben sich in Westafrika: der Fouta Djallon in Guinea, das Aïr-Gebirge in Niger und die Atakora-Gebirgskette in Benin. Das Fouta Djallon Gebirge in Guinea gilt als das Wasserschloss Westafrikas. Dort entspringen die großen westafrikanischen Flüsse wie Niger, Gambia und Senegal.

Die Völker Westafrikas

Die Dogon in WestafrikaIm Sahel leben schwarzafrikanische Völker wie die Dogon. Die Dogon siedeln auf der steinigen Bandiagara Hochebene in Mali. Sie sind für ihre bunten Masken und Stelzentänze bekannt. Viele Westafrikaner sind Islamanhänger, doch daneben pflegen die meisten ihren afrikanischen Glauben. Bedeutend für die Kultur der Sahelvölker sind die Griots. Mehr zu den Griots

Tiere im Sahel

Dorkas Gazellen (c) Frithjof Spangenberg CC BY SA 2.5Im Sahel treffen die wilden Tiere der Wüste und der Trockensavannen aufeinander. Es sind sehr anpassungsfähige Säugetiere wie Antilopen, Gazellen, Hyänen, Wildhunde, seltene Wüstenelefanten und Geparde. Kleine Tiere, Kriechtiere und alle Arten von Skorpionen, Käfern, Schlangen und Vögeln leben hier. Mehr über die Tiere des Sahel

Geschichte

Kamelkarawane in Marokko (c) BachmontDer Sahel war über Jahrtausende das wirtschaftliche Bindeglied zwischen den arabisch-islamischen Völkern Nordafrikas und den schwarzafrikanischen Völkern der Savannen. Im Sahel bildeten sich entlang der Handelsrouten am südlichen Rand der Sahara große  Königreiche. Mehr zur Geschichte des Sahel

Die Sahelländer heute

Einkaufsstrasse in Dakar, SenegalDie Sahelstaaten zählen heute zu den ärmsten der Welt. Das Überleben der Menschen hängt vom Regen ab. Häufig kommt es zu Dürreperioden. Die Wüste dringt immer mehr in den Sahel vor. Dennoch sind viele westafrikanische Länder reich an Bodenschätzen wie Gold in Ghana, Diamanten in Sierra Leone und Öl in Nigeria. Mit einer gerechteren Verteilung des Reichtums könnte die Armut besiegt werden. Doch nur wenige Länder sind demokratisch regiert. In einigen westafrikanischen Ländern wird mit Waffen über die Macht entschieden. Ausnahmen sind Länder wie Senegal, Mali, Burkina Faso und Benin. Hier beginnen sich stabile Demokratien zu entwickeln.

Hier kannst du den Film "Wege der Kinder im Senegal" sehen, der die Landschaften des Sahel zeigt

Hier findest du mehr über Mali, Kamerun, Nigeria und Senegal.

Weitere Länder  Westafrikas sind Benin, Mali, Kongo, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Liberia, Sierra Leone, Togo, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Äquatorial-Guinea, Sao Tomé und Principe.

Kinder