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Ostafrika - die Savannen und Vulkangebiete

Ostafrika

Was fällt dir bei Afrika zuerst ein? Sicher denkst du an Giraffen, Löwen oder Elefanten, Tiere, die wir nur vom Zoo kennen. Sie leben in der Savanne in Freiheit. Savannen sind Grasländer. Sie erstrecken sich beiderseits der Regenwaldgebiete. Sie verlaufen von Kenia über Tansania bis hinunter ins südliche Afrika. In den Grasländern siehst du nur vereinzelt Büsche und Bäume. Die Natur hat sie nach einem bestimmten Muster angeordnet. Warum sie das gemacht hat, ist ihr Geheimnis. Weite Gebiete der Savannen stehen heute unter Naturschutzt, um den Lebensraum der Gnu-, Büffel und Zebraherden zu erhalten. Zu den bekanntesten Nationalparks in Ostafrika zählen die Serengeti und die Masai Mara. Hier finden die jährlichen Wanderungen der großen Tierherden statt. Tausende von Zebras, Gnus und Büffel ziehen durch die Savanne immer dem Regen und dem fruchtbaren Gras nach. 

Die Savanne

Gnus und Zebras in der Mara Masai (c) Key45Im Norden Afrikas herrschen Trocken- und  Dornenstrauchsavannen vor, im Süden gehen sie über in Feuchtsavannen. Die Savanne wird bestimmt von einer Regen- und einer Trockenzeit. In der heißen Trockenzeit verdorrt das Gras, die Büsche werden kahl. Mit Beginn der Regenzeit setzen heftige Blitze Büsche und Bäume in Brand. Danach bringt der Regen die Savanne zum Blühen, das Land wird wieder fruchtbar und alle Tiere finden genug zu fressen. Deshalb findet einmal im Jahr die Wanderung der Tierherden statt. In unserem Spezial zur Großen Tierwanderung findest du mehr über das einzigartige Naturschauspiel

Die Tiere der Savanne
Löwen in der Savanne (c) lionsclub

Die Savanne ist ein Paradies für große und kleine Tiere. Fleischfresser, Pflanzenfresser und Insektenfresser finden hier genug Nahrung. Für die Pflanzenfresser wie Gnus, Antilopen oder Zebras ist die Savanne gefährlich, denn es gibt kaum Verstecke. Das Land ist kilometerweit überschaubar. Deshalb leben sie in großen Herden, um sich vor den Raubtieren zu schützen. Während die anderen grasen, halten einige Tiere Wache und warnen die Herde, wenn sich ein Löwe oder Leopard nähert. Mehr über die Tiere der Savanne

Der Baobab Baum
Baobab Baum in der Savanne Ostafrikas

Ein typischer Baum der Trockensavanne ist der Baobabbaum, der auch als Affenbrotbaum bezeichnet wird. Mit seinen Blüten lockt er Fledermäuse an, die ihn bestäuben. Seine länglichen Schotenfrüchte kann man essen oder Saft daraus herstellen. Der Baobabbaum kann hunderte von Litern Wasser in seinem Stamm speichern und hilft Tier und Mensch während der Trockenzeit zu überleben. An der ostafrikanischen Küste stehen einige der ältesten Baobab Bäume, manche sind älter als 2000 Jahre. Mehr zum Baobabbaum

Termitenhügel in der Savanne
Termitenhügel in Kenia

Termiten sind die kleinen Könige der Savanne. Sie sind wichtig für die Savanne, weil sie abgestorbene Pflanzen abbauen und den Boden belüften. Überall in der Savanne sieht man Termitenhügel steil in die Höhe ragen. Die aus Erde gebauten Hügel sind steinhart. Sie werden durch den Speichel der Tiere zusammengehalten. Termiten sind klein, farblos oder cremefarben. Sie leben unter der Erde, wo sie Gänge und Tunnels bauen. Sie fressen totes Laub, Holz, Pflanzen und  Graswurzeln. Mehr über Termitenhügel

Die höchsten Berge und die tiefsten Seen zwischen Zentral- und Ostafrika
Victoria See in Ostafrika

In den Savannen Ostafrikas liegen die höchsten Berge und die tiefsten Seen von Afrika. Woher das kommt? Vor 20 Millionen Jahren war Ostafrika durchzogen von heißen Vulkanen, die mit starken Eruptionen die  Erdplatte zerrissen. Sie hinterliessen eine tiefe Narbe in der Erdkruste, die man heute den ostafrikanischen Grabenbruch nennt. Entlang den einstigen Bruchstellen entstanden Berge und Seen. Der ostafrikanische Graben reicht von Äthiopien bis Mosambik. Mehr über den ostafrikanischen Grabenbruch

Die längsten Flüsse in Ostafrika

Juba bei Jamaame (c) Sylvie Doutriaux CC BY SA 2.0Ostafrika wird von zwei großen Flüssen durchzogen, dem Blauen Nil und dem Juba. Beide entspringen dem Hochland von Äthiopien. Doch während der Blaue Nil Richtung Nordwesten fließt, um sich mit dem weißen Nil zu vereinen, macht sich der Juba auf in Richtung Südwesten und strebt dem Atlantik zu. Beide Flüsse erhalten auf ihrem Lauf zahlreiche Zuflüsse. Während der Regenzeit werden sie zu reißenden Strömen und bedrohen das Leben an den Ufern. Sie bringen aber auch die fruchtbaren Sedimente aus dem Hochland in die trockenen Ebenen und sind überlebenswichtig für die Völker an ihren Ufern. Auf dem Foto rechts siehst du den Juba. Mehr über den Blauen Nil und den Juba

Die Savanne - Wiege der Menschheit
Savanne mit dem Kilimandscharo

Vor etwa acht bis sechs Millionen Jahren war Afrika noch zum größten Teil von tropischem Regenwald bedeckt. In dieser Zeit kam es zu einer klimatischen Veränderung. Der Regenwald wich zurück. An seinen Rändern entstanden Baumsavannen. Diese ersten Savannen boten eine größere Vielfalt an Lebensräumen. Doch sie hatten einen Nachteil: Hier standen die Bäume zu weit auseinander, als dass sich Affen und andere Baumbewohner weiterhin von Ast zu Ast hangeln konnten. Die Bewohner der Baumsavannen mußten lernen, aufrecht zu gehen. Ein aufrechter Gang war hilfreich, um schneller an die Blätter und Früchte der Bäume zu gelangen. Außerdem half aufrechtes Gehen dabei,  von weitem Beute zu erspähen und sich rechtzeitig vor Raubtieren in Sicherheit zu bringen. Hier endet die gemeinsame Entwicklung der Vorfahren von Menschen und Menschenaffen. Der aufrechte Gang war der erste Schritt zum Menschen.

Die Savanne heute - ein bedrohtes Gebiet

Elefanten in einem Wasserloch in der Savanne (c) MgiganteusDie Savannen zeichnen sich durch Kargheit und Trockenheit aus. Die großen Wildtiere Afrikas wie Giraffen, Büffel oder Elefanten haben gelernt, mit dieser Trockenheit zurecht zu kommen. Sie kennen die wenigen Wasserstellen, und sie wandern lange Strecken, um einmal am Tag trinken zu können. Leider werden die Savannen immer mehr zu einem Nutzungsraum für viele Menschen. Vor allem die ärmere Bevölkerung nutzt mehr und mehr Savannengebiete für den Anbau von Hirse, Mais oder Maniok. Hinzu kommt die immer größere Nutztierhaltung. Viele Bauern halten Schafe, Ziegen oder Rinder, die die Gräser und Sträucher abgrasen. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung wird auch das Wasser immer knapper, da die Felder bewässert werden müssen. Dabei gibt es in diesen heißen Gebieten sowieso schon einen großen Wassermangel. Zudem jagen Einheimische Tiere, die in der Savanne leben. Deshalb sind viele Tierarten bedroht.

Die Massai - ein Volk der Savanne
Massaikind auf dem Weg zu einer Wasserstelle (c) Welthungerhilfe

Im Grabenbruch zwischen Kenia und Tansania liegen die Wandergebiete der Massai. Die Massai sind ein Hirtenvolk. Sie besitzen große Rinderherden und ziehen dorthin, wo gerade fruchtbares Gras wächst. Je mehr Rinder ein Massai besitzt, um so mehr wird er geachtet. Schon von klein auf helfen die Kinder der Massai mit und holen Wasser oder hüten die Kälber.

Mehr über die Massai

Hier siehst du einen Film über eine Safari durch die Naturschutzparks von Tansania

Hier findest du mehr über die Länder

Flagge von ÄthiopienÄthiopien

http://www.deutsche-im-ausland.org/uploads/tx_ewsaddress/800px-Flag_of_Burundi.svg.png

Burundi

Flagge von Dschibuti (c) wikipedia commonsDschibuti

Flagge von Kenia Kenia 

File:Flag of Rwanda.svg

Ruanda

Flagge von Tansania (c) wikimedia

Tansania

Flag of Uganda.svg

Uganda

 

Weitere Länder Ostafrikas sind  Eritrea und Somalia.

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